Wahnsinnsgehälter auf der Chefetage: So groß ist der Lohnunterschied zwischen Topmanagern und Normalverdienern

Ist das noch gerecht?

Sie arbeiten viel, tragen große Verantwortung und lassen sich das gut bezahlen. Die deutschen Topmanager bekommen in der Regel auch Topgehälter. Im Durchschnitt verdient der Vorstandschef eines DAX-Unternehmens 93-mal so viel wie der durchschnittliche Mitarbeiter. Es kann aber auch bis zu 171-mal so viel sein. Ist das dann noch gerecht?

84 Prozent der Deutschen finden Managergehälter überzogen

Die Gehaltsunterschiede werden immer drastischer. So verdient der Chef des Baustoffkonzerns HeidelbergCement Bernd Scheifele mit geschätzten 8,4 Millionen Euro pro Jahr satte 171-mal mehr als der Durchschnittsmitarbeiter seiner Firma. VW-Chef Mathias Müller bekommt 170-mal mehr, Sein Kollege Dieter Zetsche bei Daimler immerhin 120-mal mehr.

"Es kann nicht sein, dass sich das Managergehalt verdoppelt oder verdreifacht und gleichzeitig die Tarifentwicklung sich sehr moderat vollzieht", sagt Unternehmensberater und Gehaltsexperte Heinz Evers. "Da ist eine Gerechtigkeitslücke."

Laut einer RTL-Umfrage finden inzwischen 84 Prozent der Deutschen die Bezahlung der Topmanager überzogen. Unter anderem die SPD fordert jetzt eine Gehalts-Begrenzung für Vorstände. Wie die Einkommen konkret gedeckelt werden können, darüber herrscht allerdings Uneinigkeit. Der Ärger über die Gehaltsexzesse scheint jetzt schon ein Thema für den kommenden Wahlkampf zu sein.