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Wahnsinn! Argentinien verhindert spät das WM-Aus - Island ganz nah dran an der Sensation

Wahnsinn! Argentinien verhindert spät das WM-Aus - Island ganz nah dran an der Sensation

Der Held der Argentinier: Ausgerechnet Innenverteidiger Marco Rojo schießt Argentinien zum Sieg.
Der Held der Argentinier: Ausgerechnet Innenverteidiger Marco Rojo schießt Argentinien zum Sieg.
nic, dpa, Cezaro De Luca

Marcos Rojo sei Dank: Messi und Maradona jubeln

Nigeria war ganz dicht davor, auch Island hatte dicke Chancen, doch am Ende zog der große Favorit Argentinien den Kopf noch einmal aus der schon festgezurrten Schlinge. In einem dramatischen Vorrundenfinale schoss Marcos Rojo den Vizeweltmeister von 2014 vier Minuten vor Schluss (!) zum 2:1 (1:0) gegen Nigeria.

Das alleine hätte nicht gereicht, wenn das kleine Island im Parallelspiel eine seiner vielen Chancen gegen Kroatien genutzt hätte – am Ende verlor der sympathische Underdog aber 1:2 gegen den überlegenen Gruppensieger. Im Achtelfinale kommt es nun zum Kracher zwischen Frankreich und Argentinien, Kroatien ist gegen Dänemark in der Favoritenrolle.

Lionel Messi schießt Argentinien in Führung

Lionel Messi sank zu Boden, Diego Maradona umarmte sich selbst und beide richteten ihre Augen gen Himmel, beteten zu Gott: Das war nach 14 Minuten, als Megastar Lionel Messi die Albiceleste in St. Petersburg in Führung geschossen hatte. Ein Gänsehaut-Moment. Das große Argentinien schien endlich im Turnier angekommen zu sein.

Angefeuert von 63.000 Argentiniern unter den 64.000 Fans im Stadion dominierte der Favorit die Partie, Leon Balogun stoppte den frei aufs Tor zulaufenden Angel di Maria, den fälligen Freistoß schoß Messi an den Pfosten (33.).

Umstrittener Ausgleich durch Victor Moses

Nah dran am Achtelfinale: Nigeria bejubelt den Ausgleich
Nah dran am Achtelfinale: Nigeria bejubelt den Ausgleich
LB nic, dpa, Ricardo Mazalan

Doch aus dem Nichts kam Nigeria kurz nach der Pause zum Ausgleich. Bei einem handelsüblichen Zweikampf zwischen Javier Mascherano und Balogun im Strafraum entschied der türkische Schiedsrichter Cüneyt Cakir zum Entsetzen der Argentinier auf Elfmeter. Warum der Videoschiedsrichter den Referee nicht überstimmte, blieb allen objektiven Betrachtern ein Rätsel.

Victor Moses verwandelte den Strafstoß cool (51.) und stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Argentinien spürte danach den gewaltigen Druck des nahenden WM-Aus und verlor zeitweise die spielerische Linie. Gonzalo Higuain hatte zehn Minuten vor Schluss die dicke Chance zum Sieg, schoß aber wie im WM-Finale 2014 am Tor vorbei (81.).

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Gonzalo Higuain scheitert, Marcos Rojo trifft

Riesiger Jubel: Argentinien bleibt nach einem späten Tor im Turnier.
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TS nic, dpa, Petr David Josek

Am Ende war es dann weder Messi noch Higuian, sondern Innenverteidiger Marcos Rojo, der nach einer Flanke von Außenverteidiger Gerardo Mercado aus elf Metern unten rechts ins Netz traf und Argentinien erlöste. Bei Nigeria flossen dagegen bittere Tränen der Enttäuschung.

Kleines Island gegen Kroatien fast ganz groß

Letztes stolzes Huuuh: Island verpasst die ganz große Überraschung nur ganz knapp.
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FP sis, dpa, Mark Baker

Kroatien hatte sich schon vor dem letzten Vorrundenspieltag für das Achtelfinale qualifiziert und schickte gegen Island neun Reservisten aufs Feld. Island witterte seine Chance, hätte Argentinien bei einem Sieg gegen Kroatien von Platz zwei verdrängt, doch im Abschluss fehlte dem Underdog die Kaltschnäuzigkeit.

Drei Großchancen ließen die Mannen von der 340.000-Einwohner-Insel aus, ehe Kroatien durch den früheren Hamburger Milan Badelj in Führung ging (53.). Island warf danach alles nach vorne, traf den Pfosten, schoß mehrfach knapp am Tor vorbei, ehe Gylfi Sigurdsson per Elfmeter ausglich (76.).

Kracher-Achtelfinale zwischen Frankreich und Argentinien

Nur ein weiteres Tor und Island hätte Argentinien im Fernvergleich rausgeworfen, doch das wollte nicht gelingen. Ivan Perisic sorgte in der letzten Minute für den Sieg der Kroaten, die mit maximaler Punktzahl ins Achtelfinduell gegen Dänemark einzogen. Argentinien trifft im Kracher-Achtelfinale auf Frankreich.