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Wahlkampf auf Twitter: Schulz mit Traumvorlage für den Gegner

Martin Schulz, eher nachdenklich.
Martin Schulz, eher nachdenklich.
© dpa, Bernd Thissen, bt

04. April 2017 - 13:36 Uhr

Gut gemeint, nicht ganz so gut gelungen

SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz hat es sicherlich gut gemeint, dennoch wurde an seinem Tweet zur Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau deutlich: Gut gemeint und gut gelungen ist nicht immer dasselbe. "Man kann mich als Mann nicht schlimmer beleidigen, als wenn man mich wegen meines Geschlechts einer Frau vorzieht. Wir haben viel zu tun!" ließ Schulz die Welt wissen.

Ein nicht abzulehnendes Angebot

Im Grunde eine klare Aussage. Die Tatsache allerdings, dass eine Frau, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), das Amt innehat, für das Schulz sich beim deutschen Wähler bewirbt, macht seinen Tweet für schlagfertige politische Gegner zu einer Steilvorlage. Und dass noch, ohne dem Anliegen des Martin Schulz – Gleichberechtigung – zu widersprechen. Es war CDU-Generalsekretär Peter Tauber, der erkannte, welche Möglichkeit Schulz' Tweet für den langsam beginnenden Wahlkampf anbot.

Welche Fettnäpfchen lauern noch?

"Nicht beleidigt sein: Die meisten ziehen eh Angela Merkel vor", antworte Tauber Schulz und den Followern. Und das auch noch direkt nach dem klaren Wahlerfolg der Union im Saarland. Etwaige aufkeimende Wechselstimmung soll ferngehalten und der in sehr kurzer Zeit schon sehr oft beschworene und Schulz-Effekt soll möglichst schnell wieder verfliegen. Im Grunde alles normales Wahlkampfgezwitscher ohne echte Aussagekraft. Und wer weiß, welche echten und vielleicht schwerer wiegenden Fettnäpfchen noch auf die Kandidaten lauern? Man denke nur an den Steinbrückschen Stinkefinder, oder Merkels 'Neuland'. Das Ganze sorgt vielleicht nicht für klare Aussagen, aber zumindest für ein wenig Abwechslung, ein wenig leichte Kost, die die sozialen Medien für jeden dokumentieren.

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