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Wahl zum CDU-Parteivorsitz: Altmaier ist für Kramp-Karrenbauer - und teilt gegen Schäuble aus

Wahl zum CDU-Parteivorsitz
Wahl zum CDU-Parteivorsitz Wer macht das Rennen? 01:35

Wer macht das Rennen?

Bald ist es so weit: Auf dem CDU-Parteitag wird am Freitag entschieden, wer den Parteivorsitz übernimmt und damit die Folge von Angela Merkel antritt, die sich nach 18 Jahren an der Spitze nicht mehr zur Wahl stellt. Die 1001 CDU-Delegierten haben die Wahl zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn. Die drei Kandidaten, denen die meisten Chancen zugerechnet werden, haben in den letzten Wochen regelrechten Wahlkampf betrieben. Dabei konnten sie auch auf prominente Unterstützung aus den eigenen Reihen zählen.

Peter Altmaier hält Kramp-Karrenbauer für die beste Kandidatin

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach sich jetzt öffentlich für die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer aus. Der Rheinischen Post sagte er: "Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen." Damit reagierte er auf die Empfehlung des Bundestagspräsidenten und CDU-Urgesteins Wolfgang Schäuble, der sich zuvor in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für Friedrich Merz stark gemacht hatte. Eine Einschätzung dazu, inwieweit diese Empfehlung Einfluss auf die Wahl nehmen könnte, sehen Sie im Video.

Bundeswirtschaftsminister kritisiert den Vorstoß von Wolfgang Schäuble

Die so direkte Empfehlung Schäubles für Merz habe ihn überrascht und gewundert, sagte Altmaier im Interview mit der Rheinischen Post. Er selbst habe sich aus Respekt vor den Delegierten mit einer solch klaren Positionierung bisher zurückgehalten. Da Schäuble jetzt aber "den Damm gebrochen" habe, könne er nun seine Unterstützung für Kramp-Karrenbauer öffentlich machen. Die CDU-Generalsekretärin habe im Saarland bereits bewiesen, auch unter schwierigen Bedingungen gute Arbeit leisten zu können. Nur mit ihr als Vorsitzende könne die CDU ihre Position als Partei in der Mitte verteidigen, Kramp-Karrenbauer könne der SPD und den Grünen gefährlich werden. Altmaier betonte auch, nach der Wahl des CDU-Vorsitzes müsse man sich wieder mit Inhaltlichem beschäftigen. In letzter Zeit habe man zu oft den Eindruck erweckt, sich in erster Linie mit Querelen und Personalfragen innerhalb der Partei auseinanderzusetzen.

Umfragen favorisieren Kramp-Karrenbauer

Für wen sich die Delegierten am Ende entscheiden und ob sich der ein oder andere doch von außen beeinflussen lässt, bleibt weiterhin spannend. In den Umfragen lag Annegret Kramp-Karrenbauer zuletzt leicht vor Friedrich Merz – Jens Spahn hingegen gilt als beinahe chancenlos.

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