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Wagenknecht kritisiert Inzidenz-Willkür: „Was mich wirklich aufregt ist, dass die Zahlen sich immer wieder ändern."

25. Februar 2021 - 15:00 Uhr

Wagenknecht (Linke): „Wir sollten nicht ständig auf Inzidenzzahlen schauen“

Die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht (Linke) kritisiert die Corona-Politik der Bundesregierung. Vor allem über die Inzidenz-Obergrenze ist Wagenknecht sehr verärgert: "Was mich wirklich aufregt ist, dass die Zahlen sich immer wieder ändern. Wir hatten lange Zeit 50 als untere Grenze, jetzt ist 50 die obere Grenze. Das sind so willkürliche Herangehensweisen, ich finde so kann man nicht mit den Menschen umgehen."

Wagenknecht fordert von der Bundesregierung ein Umdenken: "Wir sollten nicht ständig auf Inzidenzzahlen schauen." Mit Blick auf einen Stufenplan der Bundesregierung fordert die 51-Jährige, sich mehr um die Menschen zu kümmern, für die Corona lebensgefährlich sein könnte. "Wir haben in Deutschland im europäischen Vergleich relativ niedrige Inzidenzwerte. Aber es sterben trotzdem aktuell in Deutschland mehr Menschen an Corona.", so Wagenknecht.

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Wagenknecht nutzt Corona-Warn-App nicht

Wagenknecht fordert, bei den Inzidenzwerten genau hinzuschauen: "Man muss unterscheiden ob eine Inzidenzzahl hoch ist, weil unter jungen Leuten ein Ausbruch ist – die das gar nicht merken – oder ob in den Altenheimen etwas passiert, das ist das wirklich Gefährliche."

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Wagenknecht kritisiert auch die Corona-Warn-App der Bundesregierung. "Man muss ja sagen, die Corona-Warn-App hat ja nicht viel gewarnt." Auf die Frage ob sie die Corona-Warn-App auf dem Handy hätte, sagt Wagenknecht: "Nein, ich habe sie nicht, weil ich allein schon kein Bluetooth anhaben möchte. Weil das ein Einfallstor für Hacker ist."

Laut Wagenknecht hinterlässt Merkel ein gespaltenes Land

Auf die Frage was Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrer 16-jährigen Amtszeit hinterlässt, sagt Wagenknecht: "Sie hinterlässt ein Land, dass sehr viel mehr gespalten ist, als es vorher war." Dabei betont die Linken-Abgeordnete vor allem eine soziale Ungleichheit und eine kulturelle Spaltung im Land. Mit Blick auf die nächste Regierung hofft Wagenknecht auf einen neuen Kurs: "Ich wünsche mir, dass die nächste Regierung diese Tradition nicht fortsetzt.".

Wagenknecht kann sich die Linke auch in Regierungsverantwortung vorstellen: "Wir haben nichts dagegen. Wir haben schon bei früheren Wahlen – als es Mehrheiten für Rot-Rot-Grün gab – der SPD angeboten, dass wir gerne bereit sind mit ihr zu verhandeln über ein sinnvolles und soziales Regierungsprogramm, und das wird auch so bleiben."

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