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Waffenruhe brüchig: Mindestens drei Tote in der Ostukraine

Waffenruhe brüchig: Mindestens drei Tote in der Ostukraine

Brüchige Waffenruhe in der Ostukraine
Die Ostukraine kommt nicht zur Ruhe.
REUTERS, GLEB GARANICH

Neun weitere Armeeangehörige verletzt

Nach dem Tod von mindestens drei Soldaten im Konfliktgebiet Ostukraine hat das ukrainische Militär den prorussischen Separatisten erneut einen ernsten Verstoß gegen die Waffenruhe vorgeworfen. Innerhalb von 24 Stunden seien auch neun Armeeangehörige verletzt worden, sagte Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat in Kiew.

Die Aufständischen wiesen die Anschuldigungen zurück. Die "Volkswehr" reagiere nur auf "Provokationen" der Armee, sagte ein Sprecher. Als Teil des Minsker Friedensabkommens der Konfliktparteien zogen Regierungseinheiten in der Unruheregion nach eigenen Angaben alle großkalibrigen Artilleriewaffen ab. Verteidigungsminister Stepan Poltorak drohte allerdings damit, das Kriegsgerät wieder in Stellung zu bringen, falls sich die Lage nicht völlig beruhige.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko berief eine Kommission zur Änderung der Verfassung ein. So könnten die Regionen künftig mehr eigene Rechte erhalten. Die Reform ist auch Teil der Vereinbarungen, die am 12. Februar bei Verhandlungen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk getroffen worden waren. Damit will die prowestliche Regierung in Kiew die Kontrolle über die Grenzabschnitte zu Russland in den Separatistengebieten zurückerlangen.