Trotzdem sauber und hygienisch

Darum können Sie Ihre Wäsche auch einfach kälter waschen

Öfter mal runterschalten: Schon 10 Grad weniger können viel bewirken.
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18. September 2019 - 10:38 Uhr

Beim Wäschewaschen einfach mal runterschalten!

Wäsche muss immer heiß gewaschen werden, sonst wird sie nicht richtig sauber und Keime und Bakterien vermehren sich: Dieses Waschmantra haben viele von uns verinnerlicht. Doch tatsächlich reicht auch ein Waschgang mit kaltem Wasser völlig aus, wenn einige wenige Dinge beachtet werden. So kann man mit jedem Waschgang Geld sparen und der Umwelt etwas Gutes tun.

Schonen Sie die Umwelt und Ihren Geldbeutel

Einer der Hauptgründe für niedrigere Temperaturen beim Waschen ist der sehr viel geringere Energieverbrauch. "Beim Herunterschalten von 60 auf 40 Grad sinkt der Stromverbrauch um bis zu 45 Prozent. Wird mit 30 anstatt 40 Grad gewaschen, spart das bis zu 40 Prozent", so die Verbraucherzentrale Hamburg. Da freut sich nicht nur Ihr Geldbeutel: Durch den verringerten CO2-Ausstoß tun Sie gleichzeitig etwas für den Klimaschutz. 

Das folgende Diagramm zeigt, wie viel Geld (und Energie) Sie sparen können, wenn sie einfach mal runter schalten.

So viel kostet eine Waschladung
So viel kostet eine Waschladung
© Industrieverband Körperpflege und Waschmittel

Welche Wäsche eignet sich für die Kaltwäsche?

Die Wäsche bei Temperaturen unterhalb von 30 Grad Celsius ist in der Regel für leicht verschmutzte Oberbekleidung (z. B. Blusen, Hemden, T‐Shirts und Pullover) und Hosen geeignet, so der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel. Diese Temperaturen eignen sich auch ideal, um empfindliche Textilien per Hand zu waschen. Intensive Flecken sollten möglichst vor der Wäsche vorbehandelt werden, beispielsweise mit diesem Wunderspray gegen Flecken, das Sie ganz einfach selbst herstellen können.

Weniger Verschleiß und länger strahlende Farben dank Kaltwäsche

Doch nicht nur wegen des geringeren Energieverbrauchs ist Kaltwäsche eine gute Idee: Wenn wir unsere Lieblingskleidungsstücke (zu) heiß waschen, verschleißen sie schneller und die Farben verblassen. Aufdrucke bekommen Risse, Bündchen leiern schneller aus, T-Shirts verlieren ihre Form. Eine niedrigere Temperatur sorgt also dafür, dass unsere Kleidung länger hält - und das ist nachhaltiger. 

Profi-Tipp: Waschmaschine reinigen!

Damit sich keine Verschmutzungen und Keime in der Waschmaschine einnisten, ist es ratsam, mindestens einmal im Monat eine 60-Grad-Wäsche (zum Beispiel mit Handtüchern) durchzuführen. Außerdem sollten Sie Ihre Waschmaschine regelmäßig reinigen. Wie das am besten geht, verrät unsere Haushaltsexpertin Gisela. Denn Ablagerungen in der Maschine sind ein sehr viel größeres Hygienerisiko als die Waschtemperatur.