1.000 Bäume einfach abgeknipst in Damme

Baumstümpfe statt Wäldchen sorgen für Fassungslosigkeit

Themenbild Baumstümpfe
Themenbild Baumstümpfe
© picture alliance / blickwinkel/G, G. Czepluch

14. Dezember 2020 - 7:38 Uhr

1,20 dicke Eichen einfach abgeknipst

Ein Großteil der Bäume in einem Dammer Wäldchen sind durch unsachgemäße Baumpflege scheinbar für immer zerstört worden. Baumpfleger haben mit einer hydraulischen Zange Bäume gekürzt – darunter angeblich auch 1,20 Meter dicke Eichen, deren Baumstümpfe jetzt für viel Unmut beim NABU und Anwohnern sorgen. Die Stadt will den fehlerhaften Vorfall lückenlos aufklären.

Landkreis gibt Fehler dazu

Nachdem das Kürzen von hunderten Hecken, Bäumen und Sträuchern schnell für viel Aufregung gesorgt hatte, äußert sich auch der Landkreis Vechta als zuständige Naturschutzbehörde, dass die Arbeiten nicht nur unsachgemäß sondern höchstwahrscheinlich irreparabel sind und möglicherweise Neuanpflanzungen nötig sind. Der Naturschutzbund (NABU) hatte laut der Oldenburgischen Volkszeitung eine Beschwerde eingelegt, erst dann wurden die Arbeiten überhaupt erst gestoppt.

Auftraggeber ist ein Windpark

Den Baumschnitt hat laut Angaben des NDR der Betreiber des WPD Damme in Auftrag gegeben, denn die Bäume wurden vor 20 Jahren als Kompensationsfläche gepflanzt. Die Vorwürfe weist man hier entschieden zurück, jedoch droht dem Windpark jetzt sogar ein Bußgeld. Außerdem wird eine Aufforstung an anderer Stelle von den Naturschützern gefordert. Eine Idee, die auch der Bürgermeister von Damme unterstützt. Für die beschnittenen Bäume hingegen kommt jede Hilfe zu spät – sie sind größtenteils bereits abgestorben.