Während des Schalke-Desasters: Jones attackiert Heldt

Horst Heldt hat Jermaine Jones‘ Twitter-Attacke während der Schalker 0:5-Schmach in der Champions League gegen den FC Chelsea zumindest nach offizieller Version kaltgelassen. "Ich habe das mitbekommen. Aber das ist nicht mein Niveau", sagte der Sportvorstand der Königsblauen bei sky.

Jermaine Jones' Tweet gegen Horst Heldt.
Jermaine Jones war und wird wohl kein Fan mehr von Horst Heldt.
Twitter/JermaineJones

Das Schalker Desaster in der Veltins Arena, das größtenteils einer fußballerischen Bankrotterklärung gleichkam, hatte nicht nur Fans, Spielern und Verantwortlichen die Zornesröte ins Gesicht getrieben.

Auch Jones, Ex-Leader und Haudegen der Knappen, brachte die europäische Untauglichkeitsprüfung seines ehemaligen Arbeitgebers derart auf die Palme, dass er Heldt via Twitter anfuhr. "Ich sage nur: Horst Heldt, wen machst du jetzt verantwortlich? Es ist schlimm, dass jemand einen Club so ruinieren kann", textete der 33-Jährige, der die Spuren seiner digitalen Großmäuligkeit aber schnell wieder zu verwischen suchte und den Eintrag im Laufe des Abends löschte.

Wen er für die Klatsche verantwortlich machte, lieferte Heldt umgehend nach der Partie – nämlich alle. Vor allem in der ersten Halbzeit habe man "alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Wir haben Angsthasenfußball gespielt. Wir haben auch in der Höhe zu Recht verloren", gab der 44-jährige Manager konsterniert zu Protokoll.

Jones zeigt keine Reue

Jones war im Januar 2014 nach sieben Jahren auf Schalke zu Besiktas Istanbul gewechselt. Im Sommer schloss sich der amerikanische Nationalspieler dem MLS-Club New England Revolution an – dem Namen nach wie für ihn gemacht.

Doch seine Schalker Vergangenheit und das Gefühl, von Heldt nie wirklich die Wertschätzung erhalten zu haben, die ihm seiner Auffassung nach gebührt, scheint immer noch zu schmerzen. "Tat mir nicht leid, macht einen nur traurig", kommentierte Jones eine Weiterleitung seines Tweets vielsagend.