VW-Skandal: Bundesamt ordnet Zwangsrückruf an

Der VW-Skandal zieht Schatten.
Der VW-Skandal zieht Schatten.
© imago/Christian Ohde, imago stock&people

16. Oktober 2015 - 8:16 Uhr

Die Rückrufaktion ist für jeden Halter verpflichtend

Das Kraftfahrtbundesamt ordnet wegen des Abgas-Skandals bei Volkswagen einen verpflichtenden Rückruf aller Diesel-Fahrzeuge mit der manipulierten Software an. Die Software in den betroffenen Diesel-Fahrzeugen des VW-Konzerns sei illegal.

Die Behörde vertrete die Auffassung, dass es sich um eine "unzulässige Abschalteinrichtung handelt", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Der Politiker sagte, dass in Deutschland 2,4 Millionen Fahrzeuge betroffen sind. Ursprünglich war von 2,8 Millionen Fahrzeugen hierzulande die Rede gewesen - diese Zahl ergab sich aus den ursprünglichen Zulassungen. Allerdings seien inzwischen rund 400.000 Wagen nicht mehr in Deutschland unterwegs.

Eine von VW vorgeschlagene freiwillige Reparatur reicht der Behörde nicht. Das sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Volkswagen hatte wegen der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Dieselautos einen umfangreichen Maßnahmenplan zur Bewältigung des Skandals an das Bundesamt geschickt. Details zum Rückruf wurden bislang nicht genannt.

Der neue VW-Konzernchef Matthias Müller hatte zunächst einen Rückruf ab Januar in Aussicht gestellt, der bis zum Jahresende 2016 dauern könnte. Zuvor wollte der Wolfsburger Autobauer "intensive Qualitätstests" vornehmen. Die Abstimmung über die Vorschläge sollte im laufenden vierten Quartal mit dem KBA geschehen.