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VW-Milliarde: Fahrrad-Club fordert Investitionen in Radwege

Auto- und Fahrradverkehr
Durch einen zugeparkten Radweg weicht eine Fahrradfahrerin auf die Fahrbahn aus. Foto: Alexander Heinl/Archiv © deutsche presse agentur

Die Milliardenstrafzahlung des VW-Konzerns an das Land Niedersachsen muss aus Sicht des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auch für bessere Radwege ausgegeben werden. "Für den ADFC Niedersachsen ist es überzeugend, die Strafzahlungsgelder dort zu verwenden, wo viel Schaden durch manipulierte Abgaswerte entstanden ist", sagte der Landesvorsitzende Dieter Schulz. Ihm zufolge steigen viele Menschen für kurze Wege ins Auto. Würden diese Fahrten per Rad zurückgelegt, könnte eine große Menge an Abgasen und CO2 vermieden werden.

Es brauche eine Infrastruktur, die es den Menschen ermögliche, sicher, bequem und effizient Fahrrad zu fahren, forderte Schulz: "Nur wenn es komfortabler, schneller und stressfreier ist, Strecken mit dem Rad als dem Auto zurückzulegen, steigen Menschen auf das Fahrrad als Alltagsfortbewegungsmittel um." Mit einem Teil des Geldes sollten in Städten und ländlichen Gebieten Radwege saniert und gebaut werden.

Wegen des Dieselskandals musste der Volkswagen-Konzern eine Milliarde Euro Geldbuße zahlen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte dies wegen Aufsichtspflichtverletzungen festgelegt. Das Geld ist inzwischen in der niedersächsischen Landeskasse eingegangen. Im September 2015 hatten US-Behörden Abgasmanipulationen von Millionen Dieselautos bei VW aufgedeckt. Volkswagen hatte nur mit Hilfe einer Schummel-Software die Schadstoff-Grenzwerte eingehalten.


Quelle: DPA

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