VW-Chef: EU-Kohleausstieg und "Masterplan E-Mobilität"

VW-Chef Herbert Diess steht bei einer Pressekonferenz in der Zentrale der Volkswagen AG. Foto: Ronny Hartmann/zb/dpa/Archivbild
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27. Januar 2020 - 20:00 Uhr

Volkswagen-Chef Herbert Diess schlägt ein abgestimmtes Verfahren zum Ausstieg aus der Kohle in der EU und einen "Masterplan" für mehr Elektroauto-Ladesäulen vor. "Wir brauchen einen europäischen Kohleausstiegsplan mit verbindlichen Auslaufdaten für jeden Mitgliedstaat", sagte er am Montagabend laut Redemanuskript bei einer Veranstaltung in Brüssel. "Sonst haben wir keine Chance, unsere Klimaziele zu erreichen." Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatte Diess kürzlich bereits einen deutlich höheren CO2-Preis verlangt. Nun bekräftigte er: "Wir müssen dabei mutiger sein."

Für das kommende Jahr peilt die Bundesregierung zunächst 25 Euro je Tonne an. Zunächst waren es 10 Euro gewesen - manchen Experten sind die Regelungen im Klimapaket aber nach wie vor zu schwach.

Diess griff zudem Forderungen nach EU-Vorgaben für einen Ausbau des Ladenetzes für E-Fahrzeuge auf. Nötig seien "bindende Ausbauziele für die einzelnen Mitgliedstaaten", sagte der Manager. "Und die EU muss denjenigen Ländern helfen, die den größten Aufholprozess vor sich haben. Wir brauchen einen europäischen Masterplan E-Mobilität." Volkswagen steht in diesem Jahr die kritische Anlaufphase für die neue ID-Elektroauto-Reihe bevor, zusammen mit anderen Herstellern und Gewerkschaftern fordert der Konzern einen zügigeren Ladenetz-Ausbau.

Dabei erhoffe er sich Unterstützung durch Europa-Abgeordnete, sagte Diess. Vor kurzem hatte sich auch VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh für eine europaweite Quote zum Aufbau von E-Ladestationen ausgesprochen.

Quelle: DPA