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Vorwurf Tierquälerei: Schlachthof im Fokus der Ermittler

Schlachthof
Außenansicht eines Schlachthofs, der nach Tierquälerei-Vorwürfen vom Landkreis Osnabrück stillgelegt wurde. Foto: Nord-West-Media TV © deutsche presse agentur

Die Zukunft eines unter dem Verdacht der Tierquälerei stehenden Schlachthofes in Bad Iburg ist ungewiss. Der Betrieb ist auf Anordnung des Landkreises Osnabrück zunächst bis 23. Oktober still gelegt. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt, und das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) überprüft die EU-Zulassung des Betriebes. Dazu werde auch eine Anhörung vorbereitet, sagte eine Laves-Sprecherin am Freitag.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zum Teil namentlich noch nicht bekannte Mitarbeiter des Schlachthofes wegen des Verdachts möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Am Mittwoch wurde die Firma durchsucht. Die sichergestellten Beweismittel werden derzeit ausgewertet. Beim Landkreis wartet man auf Informationen von der Staatsanwaltschaft um zu klären, wohin das Fleisch geliefert wurde.

Aktivisten der Organisation "SOKO Tierschutz" hatten mit heimlichen Filmaufnahmen die Zustände in dem Schlachthof dokumentiert und das Agrarministerium informiert, das daraufhin Strafanzeige erstattete. Nach Angaben der Tierschützer wurden Rinder teils mit einer Art Seilwinde vom Transporter gezerrt, mit Elektroschockern gequält und geprügelt.

Grundsätzlich sind bei allen Schlachtungen Tierärzte vor Ort - entweder Amtsveterinäre oder nebenberuflich für die Behörden tätige Tierärzte untersuchen jedes angelieferte Tier, ob es gesund ist. In dem Fall des Schlachthofes in Bad Iburg waren zwei auf Honorar-Basis arbeitende Tierärzte verantwortlich, mit denen die Zusammenarbeit nach Angaben des Landkreises eingestellt wurde.


Quelle: DPA

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