Zuschauerreaktionen und Fakten zur Betrugsmasche

Vorsicht! Falsche Polizisten

Tamer Bakiner überführt Telefonbetrüger
RTL Spezial: Vorsicht! Falsche Polizisten
RTL

Infos, Tipps und Antworten auf die wichtigsten Fragen

  • Schicken Sie eine Mail an falschepolizisten@rtl.de und erzählen Sie uns, wenn Sie selbst Opfer wurden oder Fragen zur Betrugsmasche haben.

Betrüger aus dem Ausland geben sich als Polizisten aus und rufen in deutschen Haushalten an. Es ist eine besonders perfide Betrugsmasche, auf die immer mehr Menschen hereinfallen. In der RTL-Sondersendung "Vorsicht! Falsche Polizisten" zeigen wir, wie skrupellos Trickbetrüger arbeiten.

Hier gehen wir den Reaktionen der Zuschauer nach, liefern Fakten und beantworten die wichtigsten Fragen. Christiane Honer von der Polizeilichen Kriminalprävention ordnet die Zuschauermeldungen für uns ein.

+++ Sendung verpasst? Jetzt bei TVNOW auf Abruf! +++

Das RTL Spezial "Vorsicht! Falsche Polizisten" ist bei TVNOW als Abruf verfügbar.

+++ Finn: "Warum agieren die Betrüger von der Türkei aus?" +++

Bislang haben sich die Täter dort in Sicherheit gewogen.Wie die Festnahmen aus der letzten Woche zeigen, ist das ein Trugschluss.

+++ Hotline auch nach der Sendung noch geschaltet +++

Die kostenfreie Hotline-Nummer 0800-2008008 ist auch nach der Sendung weiterhin geschaltet. Bis 23:15 Uhr können Sie sich mit Hinweisen und Informationen melden. Stand jetzt (22:12 Uhr) sind über 14.000 Anrufe eingegangen,

+++ Theresa: "Kann man davon ausgehen, dass ausschließlich die Angerufenen ihre Vermögensverhältnisse offenbaren?" +++

In der Regel ist es der Fall, dass die Betrüger nur durch geschicktes Fragen die Vermögensverhältnisse des Betroffenen erfahren. Weitere Intormationen zum potenziellen Opfer liegen in der Regel nicht vor.

+++ Matthias fragt: "Wie läuft es mit den Abholern? Wohnen sie in der unmittelbaren Region oder ziehen von Ort zu Ort?" +++

Die Abholer von Geld- und Vermögenswerten halten sich meist nie lange an einem Ort auf.

+++ Call Center aus der Türkei kommen bei ca. 3 von 100 Angerufenen zum Zug +++

Im Schnitt erbeuten sie jeweils rund 20.000 Euro.

+++ Markus: "Warum ist die Polizei machtlos bei diesen Betrügern?" +++

Dadurch, dass die Täter aus dem Ausland heraus operieren, ist es schwierig Ihrer habhaft zu werden. Die Polizei des jeweiligen Landes muss eingebunden werden.

+++ Annelie: "Ihre Sendung hat mir Mut gemacht, mich bei Ihnen zu melden. Ich werde seit Monaten telefonisch belästigt. Ich bin so verunsichert und lasse das Telefon einfach klingeln. Das nervt und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll." +++

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Telefonanbieter informieren und keinesfalls den Anruf entgegennehmen. Zusätzlich sollten Sie auf jeden Fall Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten.

+++ Ein erster Ermittlungserfolg letzten Donnerstag: 45 Betrüger in Izmir wurden festgenommen +++

Mehr zu den Hintergründen der Festnahmen hier im Video .

+++ 21:40 Uhr: Aktuell über 11.000 Anrufer +++

Wir bitten weiterhin um Geduld. Unter der kostenfreie Hotline-Nummer 0800-2008008 sind seit Sendestart bereits über 11.000 Anrufe eingegangen. Es kann zu einer kurzen Wartezeit kommen. Sie erreichen uns und die Experten der Polizei auch unter falschepolizisten@rtl.de .

+++ Hinweise für weitere Ermittlungen der Polizei +++

Über unsere Telefon-Hotline 0800-2008008 gehen diverse Hinweise ein, die jetzt von der Polizei bearbeitet werden um möglicherweise weitere Fälle aufklären zu können.

+++ Petra: "Kann eine Aussage getroffen werden, wie viel Fälle es jeweils in Ost und West von Deutschland gibt?" +++

Die Zahlen werden nicht nach Ost und West gesondert gezählt, sondern jedes Bundesland erhebt seine eigene Polizeiliche Kriminalstatistik. Christiane Honer von der Polizeilichen Kriminalprävention geht von mindestens 50.000 Fällen in 2018 aus - bundesweit. Die Dunkelziffer liegt jedoch mit Sicherheit wesentlich höher. Die Zahlen für 2019 werden im Frühjahr veröffentlicht.

+++ Oliver wundert sich: "Warum haben die Leute diese Werte zu Hause?" +++

Bei vielen älteren Menschen ist das Vertrauen in Banken verloren gegangen. Es bestehen Ängste bezüglich betrügerischer Bankmitarbeiter, die Falschgeld auszahlen.

+++ Silke arbeitet im Pflegedienst mit vielen älteren Patienten und möchte helfen: " Was kann ich den Patienten genau sagen bzw. raten?" +++

Wenn sie angerufen werden, sollten sie misstrauisch sein! Die echte Polizei ruft nicht unter der 110 an, fragt nicht nach Vermögensverhältnissen und nimmt auch kein Geld in angebliche "Verwahrung". Es ist immer wichtig andere Personen einzuweihen und ggf. sofort die Polizei zu verständigen.

+++ Sollte man einen Betrug immer anzeigen? +++

Es ist wichtig, sich jemandem anzuvertrauen und den Betrugsfall bei der Polizei anzuzeigen .

+++ 21:20 Uhr: Seit Sendestart erreichten uns 7500 Anrufe von möglichen Betroffenen! +++

Das RTL Spezial "Vorsicht! Falsche Polizisten" stößt auf riesige Resonanz. Im Call-Canter gingen seit Beginn der Sendung über 7500 Anrufe ein.

+++ Bernd will wissen: "Wie kommen die Betrüger an die Bankdaten, wie viel Geld vorhanden ist!?" +++

Christiane Honer (Polizeiliche Kriminalprävention) weiß, dass die Betrüger diese Daten nicht haben und durch geschickte Befragung am Telefon herauszufinden versuchen, ob die potenziellen Opfer vermögend sind oder über andere Wertgegenstände verfügen.

+++ Siegfried: "Woher wissen die Anrufer denn das Alter der Leute, die anrufen?" +++

Betrüger recherchieren hauptsächlich über Telefonverzeichnisse und suchen sich gezielt Personen aus, die Vornamen haben, die auf einen älteren Jahrgang schließen lassen.

+++ E-Mail von Silvana: "Gibt es bestimmte Telefonnummern die anrufen? Eine bestimmte Vorwahl oder sind es verschiedene Nummern? Oder sind es ausländische Nummern?" +++

Nein, es gibt keine spezifische Telefonnummer, die darauf hindeutet. Manche rufen auch mit unterdrückter Nummer an oder haben eine spezielle Technik, mit der sie unter der vermeintlichen Polizeinotrufnummer 110 anrufen.

+++ Bea: "Was erscheint auf dem Display des Angerufenen? 112? Und wie ist das technisch möglich?" +++

Das gehört zur Methode der Abzocker. Sie benutzen technische Systeme, die angeblich Anrufe der 110 vortäuschen. Tamer Bakiner erklärt das Vorgehen hier in einem Video.

+++ Unser Zuschauer Daniel fragt: "Wie kann ich mich aus dem Telefonbuch streichen lassen?" +++

Dafür ist der Provider oder Anbieter von Telefonverzeichnissen zuständig. Hier sollte man einen Löschungsantrag stellen.

+++ Klara: "Wie suchen Betrüger ihr Opfer aus?" +++

Betrüger suchen ihre Opfer gezielt aus: Im Vorfeld durchsuchen sie Telefonverzeichnisse nach alleinstehenden Personen, deren Vornamen auf ein höheres Alter schließen lassen.

+++ Über unsere Hotline, per Mail und in den sozialen Netzwerken erreicht uns eine Vielzahl an Rückmeldungen! +++

Unter der kostenfreien Hotline-Nummer 0800-2008008 kann es momentan zu Wartezeiten kommen. Wir bekommen von unseren Zuschauern sehr viele Rückmeldungen auch per Mail (falschepolizisten@rtl.de) und in den sozialen Netzwerken. Es ist ein Thema, das sehr viele Zuschauer bewegt!

+++ Nina wundert sich, warum Banken auch so viel Geld herausgeben und warum es nicht hinterfragt wird!? +++

Die Polizei sensibilisiert die Bankmitarbeiter, damit sie hellhörig werden, wenn ältere Kunden plötzlich eine große Summe abheben wollen. Viele Banken schulen ihre Mitarbeiter inzwischen dahingehend.

+++ Pamela: "Was passiert wenn ich am Telefon nicht darauf eingehe und einfach auflege? Kommen die dann trotzdem vorbei und verschaffen sich notfalls gewaltsam Zutritt in meine Wohnung?" +++

Christiane Honer weiß: Die Betrüger gehen nicht so weit, denn sie wissen im Vorfeld nicht, ob sich eine finanzieller Betrug bei ihnen lohnt. Wenn Sie auflegen, sind Sie auf der sicheren Seite!

+++ Caillet fragt sich: "Woher wissen diese Verbrecher wie viel Geld die Opfer haben?" +++

Die Betrüger wissen im Vorfeld nicht wie viel Geld die Opfer besitzen, sondern versuchen im Verlauf des Gesrpächs durch geschickte Fragestellungen Informationen über das Vermögen oder Wertgegenstände zu erlangen. Wenn die Betrüger meinen, dass es sich finanziell lohnt, suchen sie weiter das Gespräch und versuchen, dass es zu einer Geldübergabe kommt.

+++ Xiwia: "Ich bekomme regelmäßig Anrufe von angeblichen Finanzberatern. Im Hintergrund kann man Geräusche hören, die vom Band abgespielt werden. Was kann man machen? Sollte man die Nummer irgendwo melden?" +++

Die Nummer sollte man sich notieren und bei der nächsten Polizeidienststelle eine Anzeige erstatten!

+++ Auf welche Opfer sind die Betrüger aus? +++

Die Opfer sind überwiegend alleinstehend, es handelt sich oft um Frauen. Tamer Bakiner erklärt im Video auf welche Opfer die Betrüger aus sind.

+++ Franzi: "Seit ein paar Wochen erhalte ich am Tag mehrere Anrufe von fremden Nummern. Laut Handy aus Österreich, Schweiz und England. Kann das auch mit der Masche zusammenhängen?" +++

Möglicherweise hängt es damit zusammen, es ist aber auch möglich, dass die Nummer verkauft wurde und damit "nur" Werbeanrufe eingehen.

+++ Per Mail fragt Julian uns: "Wie kommen die Betrüger an meine persönlichen Daten?" +++

Christiane Honer von der Polizeilichen Kriminalprävention geht davon aus, dass die Betrüger zumeist über öffentliche Telefonbucheinträge an die Daten und Nummern der Betroffenen kommen.

+++ Vanessa wendet sich an uns: "Wie kann ich Telefonbetrug vorbeugen?" +++

Wenn Sie selber betroffen sind, sofort auflegen! Angehörige und Freunde sollten sensibilisiert werden.

+++ Leonie: "Was soll ich tun, wenn ich mitbekomme, dass ein Freund oder Angehöriger Opfer von Telefonbetrug wurde?" +++

Für Angehörige und Freunde wichtig: Mit dem Betroffenen sprechen und bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle Anzeige erstatten!

+++ Weitere Infos zu den Ermittlungen von Tamer Bakiner +++

Bei Audio Now finden Sie einen Podcast mit einem ausführlichen Interview mit Tamer Bakiner. Er klärt dort alle Hintergründe zur Betrugsmasche.

+++ Melanie fragt sich: "Wie sollte man auf betrügerische Anrufe reagieren?" +++

Christiane Honer (Kriminalprävention) rät: Wenn Sie merken, dass ein Betrüger am Telefon ist, legen Sie am besten sofort auf! Eine andere Möglichkeit wäre - wenn man es sich zutraut - den Betrüger am Telefon halten und über ein anderes Telefon die Polizei über 110 verständigen.

+++ Tobias kommentiert: "Wer Geld vor die Tür legt ist doch naiv!" +++

Betroffene sollten nicht als naiv betrachtet werden. Wenn jemand einen Anruf bekommt, sind Betroffene derart im Gespräch gefangen, dass sie die Realität nicht mehr wahrnehmen und darum im Zweifel auf die Forderungen der Betrüger eingehen.

+++ Wie groß ist der angerichtete Schaden durch die Betrugsmasche? +++

Die Schadenssumme im Jahr 2018 lag bei rund 50 Millionen Euro. Die Anzahl der Fälle lag bei rund 41.000.

+++ So schützt man sich vor Telefonbetrügern +++

Wie man nicht auf den perfiden Betrug hereinfällt und was die Polizei im Ernstfall empfiehlt, haben wir bei RTL.de zusammengefasst.

+++ Kurz vor der Sendung erreichen uns schon die ersten Fragen: Björn will wissen, woran man als Laie echte von gefälschten Polizei-Dienstausweisen unterscheiden kann? +++

In Deutschland gibt es 17 verschiedene Dienstausweise. Christiane Honer rät: Wer sicher gehen will, sollte sich die Nummer der örtlichen Polizeistation raussuchen und dort den Namen des Beamten bestätigen lassen.