Mädchen droht Konsequenzen

Vorgetäuschte Entführung in Leipzig - Polizei ermittelt gegen 16-Jährige

Die Polizei rückte am Montagabend zu einem Gebäude in  Leipzig Lindenau aus, um zwei vermeintlich entführte Mädchen aus einem Gebäude zu befreien
Die Polizei rückte am Montagabend zu einem Gebäude in Leipzig Lindenau aus, um zwei vermeintlich entführte Mädchen aus einem Gebäude zu befreien
© dpa, Robert Michael, ert jat fko

15. Oktober 2020 - 11:34 Uhr

Verdacht auf Vortäuschen einer Straftat

Für eine 16-Jährige könnte die vorgetäuschte Entführung am Montag im Leipziger Stadtteil Lindenau Konsequenzen haben. Laut der Polizei Leipzig wird wegen Verdachts auf Vortäuschen einer Straftat und Missbrauch von Notrufen gegen die Jugendliche ermittelt.

Großeinsatz in Leipzig Lindenau

Am Montagabend hatte eine 16-Jährige einen Notruf bei der Polizei abgesetzt. Sie gab vor, zusammen mit einem 13-jährigen Mädchen auf dem Schulweg gewaltsam in ein Auto gezerrt und dann in einem Gebäude im Leipziger Stadtteil Lindenau eingesperrt worden zu sein. Ein Großaufgebot der Polizei rückte am Abend aus, um die Mädchen zu befreien. Bis in den Dienstagmorgen wurde das Gebäude von der Polizei kriminaltechnisch untersucht. Am Nachmittag stellte sich bei der Vernehmung der 16-Jährigen heraus, dass die vermeintliche Entführung vorgetäuscht war.

Wer muss Kosten für Einsatz tragen?

Der 13-Jährigen drohen keine strafrechtlichen Konsequenzen. Sie sei noch strafunmündig, erklärte eine Polizeisprecherin der Polizeidirektion Leipzig. Unklar ist aber noch, wer die Kosten des Großeinsatzes tragen wird. Neben den möglichen strafrechtlichen Konsequenzen, könnte auch das auf die 16-Jährige zukommen.