Vorbereitungen für Trauerfeier in Hanau angelaufen

Der Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Claus Kaminsky (SPD). Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild
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26. Februar 2020 - 12:40 Uhr

Nach der Ankündigung einer Trauerfeier in Hanau mit großer Polit-Prominenz sind die Planungen angelaufen. "Wir stecken mitten in den Vorbereitungen und können noch keine Einzelheiten vermelden. Die Planungen müssen mit vielen Akteuren, Bundes- und Sicherheitsbehörden abgestimmt werden", sagte Ute Wolf von der städtischen Pressestelle am Mittwoch auf Anfrage.

Die Kommune hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass am 4. März eine zentrale Trauerfeier in Hanau stattfinden werde. An dem Gedenken des Landes Hessen und der Stadt Hanau an die Opfer des Anschlags vom 19. Februar werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) teilnehmen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe ihr Kommen "nach momentaner Planung zugesagt", hieß es.

Der Trauerakt soll um 18.00 Uhr im Veranstaltungszentrum Congress Park Hanau (CPH) stattfinden und "wegen der zu erwartenden hohen Teilnehmerzahl" auf öffentliche Plätze übertragen werden. In Frage dafür kommen der Marktplatz und der Freiheitsplatz in der Innenstadt, wie Wolf sagte. Dorthin könnte die Trauerfeier auf Großbildleinwände übertragen werden. Zur Zahl der erwarteten Gästen im CPH und auf den Plätzen konnte die Stadt noch keine Prognose abgeben.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sagte: "Wenn hochrangige Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Hessen mit uns gemeinsam die Attentatsopfer betrauern, so ist dies eine Würdigung der Opfer." Es drücke die Anteilnahme an der Trauer der Angehörigen aus und zeige, "dass die Bundesrepublik und unser Bundesland an unserer Seite stehen".

Vor rund einer Woche hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Der Sportschütze soll auch seine Mutter (72) und sich selbst getötet haben. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Täter eine rassistische Gesinnung und war psychisch krank.

Quelle: DPA