WBA-Champ will Vereinigungskampf

Vor Wilder-Fight: Anthony Joshua bietet sich Tyson Fury als Trainingspartner an

Tyson Fury
Tyson Fury
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17. Dezember 2019 - 19:51 Uhr

Joshua im Sparring

Das hat es so in der Welt des Boxens wohl noch nicht gegeben: Anthony Joshua, Schwergewichtsweltmeister nach Version WBA, WBO und IBF, hat sich  - kein Witz - Tyson Fury, seines Zeichens lineal champion, als Sparringspartner angeboten. Der Brite will seinen Landsmann bestens für das Duell mit WBC-Weltmeister Deontay Wilder präparieren.

Joshua will Vereinigungskampf

"Wenn Tyson mich braucht, werde ich rausgehen und mit ihm kämpfen, um ihn auf Wilder vorzubereiten", sagte der 30-Jährige bei Sky Sports News. Hinter diesem auf den ersten Blick verrückten Angebot steht ein Kalkül. Ganz selbstlos ist die Joshuas Offerte nicht. "Ich denke, Fury würde schneller gegen mich kämpfen als Wilder. Wenn das der Fall ist, möchte ich, dass er gewinnt."

Furys Antwort ließ nicht lange auf sich warten. "Ich hoffe, du meinst es ernst, denn ich würde dich gerne im Trainingslager bei mir haben", sagte der 31-Jährige in einer süffisanten Videobotschaft bei Twitter: "Wenn ich Wilder besiege, werde ich gegen dich kämpfen, kein Problem."

Nachfolger von Lennox Lewis

Fury duelliert sich am 22. Februar in einem Re-Match mit Wilder. Der Fight steigt aller Voraussicht nach in Las Vergas. Zuletzt hatte sich Joshua vergeblich um einen Vereinigungskampf mit Wilder bemüht.

"Es ist mir immer noch ein Rätsel, warum es so schwierig ist, diesen Mann festzunageln", sagte Joshua: "Er ist der Mann, den ich festnageln muss, um den letzten Gürtel zu bekommen und das Schwergewicht zu erobern."  Nun soll es also Fury werden. Bei einem Vereinigungskampf könnte sich der Sieger zum ersten unangefochtenen Schwergewichts-Champion seit Lennox Lewis krönen.