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Vor Rostocker AfD-Kundgebung: Kirchen rufen zu Dialog auf

Andreas von Maltzahn
Andreas von Maltzahn. Foto: Jens Büttner/Archiv © deutsche presse agentur

Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften haben vor der Kundgebung der AfD am Samstag in Rostock zum friedlichen Dialog aufgerufen. "Gerade jetzt braucht es in unserem Land Menschen der Hoffnung, die zuhören, wo man einander schon abgeschrieben hat", sagte der Bischof der Nordkirche, Andreas von Maltzahn, am Samstag in der Marienkirche bei einer interreligiösen Andacht. Etwa 800 Menschen kamen nach Kirchenangaben zu de

Vertreter der Bahá’i Gemeinde Rostock erinnerten an das Potenzial der verschiedenen Kulturen, die in der Stadt zusammenkommen. "Indem auf Gemeinsamkeiten geschaut wird, kann eine vereinte Kultur geschaffen werden." Die Gedanken des Hasses und der Zwietracht müssten Gedanken der Einheit und der Zusammenarbeit weichen. Dies sei nur möglich, wenn ein andauerndes Gespräch zwischen allen Beteiligten gefördert wird. "So wie die Blumen eines Gartens farbig und vielfältig sind, so ist auch Rostock farbig und vielfältig. Rostock kann eine Heimat für alle sein", hieß es.

"Mecklenburg-Vorpommern ist ein weltoffenes und freundliches Land. Und das wollen wir auch bleiben", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (beide SPD). "Ich bin heute in Rostock, um allen den Rücken zu stärken, die für Demokratie und Vielfalt und gegen Hass und Gewalt eintreten."

In Rostock hatten am Samstagnachmittag Proteste gegen die AfD-Demonstration begonnen. Rund 3000 Menschen zogen vom zentralen Doberaner Platz in Richtung des Sammelpunkts der AfD-Teilnehmer in der Innenstadt.


Quelle: DPA

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