29. April 2019 - 13:26 Uhr

So super wie ihr Image ist die Avocado nicht

Avocados sind nicht mehr von unseren Tellern wegzudenken: Als Brotaufstrich, Dipp, in Salaten oder im Smoothie - die grüne Frucht aus Mexiko ist auf ihrem Siegeszug nicht aufzuhalten. Doch so super wie ihr Image ist die Avocado nicht. Warum sie sogar richtig gefährlich für unsere Hände ist, erklären wir im Video.

Die leckeren Früchte sind richtige Umwelt-Killer

Für ein Kilo Avocado, also etwa zweieinhalb Früchte, braucht es im Anbau rund 1.000 Liter Trinkwasser. Avocados werden wegen des warmen Klimas in Mexiko angebaut, wo der enorme Wasserverbrauch zu Lasten der Einwohner geht.

Die Landwirtschaft verschmutzt das zurückbleibende Trinkwasser zudem mit Pestiziden aus dem Anbau. Da die Früchte während des Wachstums gespritzt werden, finden sich die Pestizide auch auf der Schale und gelangen somit leicht während der Zubereitung in unser Essen.

Avocados haben richtig Durst

Auch die Natur leidet, denn um die enorme weltweite Nachfrage befriedigen zu können, werden immer mehr Wälder abgeholzt, um sie in Anbauflächen zu verwandeln. Wälder sind für ein gesundes Klima aber besonders wichtig – sie verwandeln C02 in Sauerstoff und schaffen damit unsere Lebensgrundlage.

So bitte nicht: Immer mehr Menschen verletzen sich beim Aufschneiden einer Avocado.
© dpa, Andrea Warnecke, kj vge

Gar nicht so gesund

Als wäre all das noch nicht genug, sind Avocados gar nicht so gesund, wie man meinen würde. Zunächst müssten wir uns während des Aufschneidens mehrmals die Hände waschen und das Messer wechseln, denn sonst gelangen die Pestizide aus dem Anbau schnell in das Fruchtfleisch und somit auf unseren Teller.

US-Forscher fanden zudem heraus, dass rund 17 Prozent der Avocados Listerien auf der Schale tragen. Die Bakterien können bei Menschen mit schwachem Immunsystem schwere Infektionskrankheiten, wie Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen hervorrufen.

Ärzte raten zudem davon ab, Avocados als Abendbrot zu essen. Der britische Ernährungswissenschaftler Rob Honson sagt, dass Avocados, ähnlich wie Auberginen oder Nüsse, eine bestimmte Aminosäure enthalten, die das Gehirn stimuliert. Dadurch werden wir nicht richtig müde.