Von wegen Rückkehr: Kagawa muss bei United bleiben

Manchester United will Shinji Kagawa nicht ziehen lassen.
Manchester United will Shinji Kagawa nicht ziehen lassen.
© dpa, Franck Robichon

14. August 2013 - 9:55 Uhr

Eine zeitnahe Rückkehr von Shinji Kagawa zu Borussia Dortmund ist vom Tisch. Nachdem der Japaner seinen Wunsch geäußert hatte, irgendwann ins Revier zurückkehren zu wollen, und auch die BVB-Bosse nicht abgeneigt schienen, erweist sich Manchester United als Spielverderber.

Beim englischen Meister ist der neue Trainer David Moyes von den Qualitäten des 24-Jährigen derart überzeugt, dass er ihm eine steile Karriere voraussagt. "Er ist ein großes Talent, das sich hoffentlich über die nächsten Jahre entwickeln und verbessern wird", sagte der Schotte, der keinen Gedanken daran verschwendet, Kagawa ziehen zu lassen: "Ich bin sicher, dass er in dieser Saison eine große Rolle spielen wird."

Kagawa, der zwischen 2010 und 2012 mit Dortmund zwei Meisterschaften und einen Titel im DFB-Pokal gewonnen hatte, wechselte vor einem Jahr für 16 Millionen Euro auf die Insel. Wegen einer Knieverletzung kam er letzte Saison nur auf 20 Einsätze, in denen er 6 Tore erzielte. Seine Spielweise erinnert zwar noch längst nicht an die überragenden Auftritt im schwarz-gelben Gewand, in Manchester hat er trotzdem schon einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sein Vorgänger Sir Alex Ferguson "hat immer in höchsten Tönen von ihm gesprochen", erzählt Moyes, der ebenfalls schon Gefallen an Kagawa gefunden hat: "Er ist ein spannender junger Spieler."

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzkte hatte zuvor gesagt, dass die "Tür für Shinji immer offen steht", man diese Transferperiode aber keinen Vorstoß wagen werden. Einige Experten hielten die Aussagen nur für Kalkül, um die Verhandlungen in Ruhe führen zu können.

Sollte es diese Planspiele gegeben haben, können diese nach den Worten von Moyes wieder zurück Aktenschrank – zumindest vorerst. Weil Kagawas Vertrag in Manchester noch bis 2016 läuft, wäre es für den BVB ohnehin eine kostspielige Verpflichtung geworden.