Von Mutter stundenlang in heißem Auto gelassen: 20 Monate alter Junge stirbt

18. Juli 2018 - 21:21 Uhr

Junge stirbt im überhitzten Wagen

Ein 20 Monate alter Junger ist in Österreich gestorben, weil seine Mutter und ihr neuer Freund ihn bei Gluthitze über zehn Stunden lang im Auto gelassen haben. Das junge Paar stand deswegen nun vor dem Landesgericht Feldkirch in Österreich. Das Gericht verurteilte die beiden wegen fahrlässiger Tötung. Wie fassungslos Manuels leiblicher Vater Elias Dobler (19) darüber ist, erzählt er im Video.

Elias Dobler weint um seinen Sohn Manuel

"Sie haben mir das Wertvollste im Leben genommen, einen Teil meines Herzens", sagt der 19-Jährige im Interview mit RTL und kämpft mit den Tränen. Seit dem Tod seines Sohnes plagen ihn jede Nacht Albträume, in denen sein 20 Monate alter Sohn an den Sarg klopft und heraus will oder ihn fragt, warum er sterben musste.

Es war der 15. August 2017, als Manuels Mutter und ihr neuer Freund zusammen mit Manuel aus dem Urlaub kamen. Sie seien die ganze Nacht durchgefahren und gegen 10.15 Uhr zu Hause angekommen. Weil Manuel geschlafen habe, wollten sie ihn nicht wecken und ihn später aus dem Auto holen, sagen die beiden. Sie öffneten das Fenster des Wagens einen Spalt und gingen in die Wohnung. Dort seien die damals 17-jährige Mutter und ihr 21 Jahre alter Freund einfach eingeschlafen. Es war ein heißer Tag, das Thermometer kletterte auf 30 Grad. Erst um 21.30 Uhr sei das Paar wieder wachgeworden. Als sie zurück zum Auto gingen, war es zu spät. Manuel war bereits tot.

Urteil macht den leiblichen Vater fassungslos

Doch wie kann man seinen Sohn fast zehn Stunden in einem heißen Auto alleine lassen? Für seinen leiblichen Vater Elias Dobler einfach unvorstellbar. Das Gericht verurteilte die beiden wegen fahrlässiger Tötung. Die Mutter erhielt vier Monate auf Bewährung, weil sie zum Zeitpunkt des Vorfalls noch minderjährig war. Ihr Freund wurde zu fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Beide müssen außerdem eine Geldstrafe zahlen.

Das Urteil macht den leiblichen Vater schier fassungslos. Für ihn steht nun fest: Er möchte auf diesen schrecklichen Vorfall aufmerksam machen. Jeder soll dafür sensibilisiert sein, was passieren kann, wenn man sein Kind bei Hitze im Auto lässt. Manuels Mutter hatte die Gefahr unterschätzt – ein solch fataler Fehler soll niemandem mehr passieren.