Von Müll umgeben und mit dem Tod bedroht: Der Nachbar aus der Hölle

24. Oktober 2018 - 15:26 Uhr

Alles war gut in Münster, dann zog Frank S. ein

Seit fast 40 Jahren wohnen Ingrid und Heinrich P. in ihrem Reihenhaus in Münster. Und die meisten Jahre war es ein gutes und schönes Leben. Doch dann zieht vor drei Jahren Frank S. neben dem Ehepaar ein. Und im Gegensatz zu den meisten Nachbarn, mit denen man ohne Probleme in friedliche Koexistenz leben kann, ist Frank S. jemand, der aus irgendeinem Grund beschlossen hat, seinen Nachbarn das Leben zur Hölle zu machen. Mittlerweile bangt das Ehepaar um sein Leben.

Vom Dach aus mit dem Tod bedroht

Der vorläufige Höhepunkt: Anfang letzter Woche klettert Frank S. auf das Dach seines Hauses, pöbelt, schimpft und droht den beiden mit den Tod. Sie wissen sich nur noch zu helfen, indem sie die Polizei rufen. Die rückt mit einem Spezialeinsatzkommando an und führt den Mann ab - jetzt befindet er sich vorerst in einer psychiatrischen Klinik.

Doch ihre Angst ist nicht vorüber, denn zurzeit beschäftigt sie nur ein Gedanke: Was passiert, wenn der Typ zurückkommt? "Er wird es sicherlich schaffen, ganz kurzfristig wieder da zu sein. Und dann weiß ich, das weiß ich wirklich, dann kann ich mir den Sarg, den kann ich mir im Grunde genommen schon aussuchen", sagt Ingrid.

Hoffen auf die Gerichtsverhandlung

Doch wie konnte es zu dieser Eskalation kommen? Nach seinem Einzug beginnt Frank S., seinen Garten zuzumüllen. Es geht so weit, dass sogar das Ordnungsamt einschreiten muss, zweimal werden mehrere Container Müll weggekarrt. Doch seitdem ist der stinkende Müll eigentlich nicht mehr das Hauptproblem, denn Frank S. wird zunehmend aggressiv. Ingrid ist sich sicher, dass der Nachbar ihr mittlerweile nach dem Leben trachtet.

So soll der er sie mit einer Eisenstange bedroht haben, erst vergangene Woche soll er sie mit der Fußmatte geschlagen haben. Seine Hoffnungen richtet das Ehepaar nun auf den 6. November. Dann soll vor Gericht verhandelt werden, ob Frank S. dauerhaft in einer Klinik untergebracht werden soll. Ingrid und Heinrich Peters werden als Zeugen geladen und vor Gericht noch einmal detailliert den Terror beschreiben - damit der Albtraum aufhört und in ihrem Leben endlich wieder Ruhe einkehrt.