So essen Sie giftfrei!

Dreckiges Dutzend: Diese 12 Obst- und Gemüsesorten sind voller Pestizide

Pestizidrückstände in landwirtschaftlichen Lebensmitteln sind gefährlich für den Menschen.
Pestizidrückstände in landwirtschaftlichen Lebensmitteln sind gefährlich für den Menschen.
© iStockphoto, iStock, Firn

17. Juni 2021 - 15:12 Uhr

Greenpeace weist verbotene Pestizide in Obst nach

Obst ist gesund - eigentlich. Was Greenpeace aktuell auf Früchten aus Südamerika gefunden hat, klingt weniger appetitlich. Die meisten von ihnen sind voller Pestizide. Das besonders Schockierende: Viele dieser Pestizide sind bei uns streng verboten. Aber weil sie in Südamerika erlaubt sind, landen sie auf diesem Weg plötzlich doch auf unserem Teller. So schützen Sie sich vor den Pestiziden!

Pflanzenschutzrückstände in geringen Mengen fast immer vorhanden

In der EU gibt es Höchstwerte von Pflanzenschutzrückständen, die nicht überschritten sein dürfen. Geringe Rückstände sind Untersuchungen zufolge aber fast immer enthalten. Die Verbraucherzentralen weisen deswegen regelmäßig darauf hin, dass diese Rückstände in bestimmten Mengen gesundheitsschädlich sein können. Das gilt besonders für die Obst- und Gemüsesorten, auf denen sich mehrere Pestizidrückstände finden lassen.

Das ist das dreckige Dutzend!

Die Aktivistengruppe "Environmental Working Group" (EWG) untersucht regelmäßig, welche Obst- und Gemüsesorten besonders stark mit Pestiziden belastet sind. So auch 2020: Und da sind unter den vorderen zwölf Plätzen, den sogenannten "Dirty Dozen" (zu Deutsch: "Dreckiges Dutzend"), viele Früchte enthalten, die sich auch hierzulande großer Beliebtheit erfreuen.

Bei diesen Produkten sollte der Verbraucher also besonders aufpassen:

RTL.de empfiehlt

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  1. Erdbeeren
  2. Spinat
  3. Grünkohl
  4. Nektarinen
  5. Äpfel
  6. Weintrauben
  7. Pfirsiche
  8. Kirschen
  9. Birnen
  10. Tomaten
  11. Sellerie
  12. Kartoffeln

IM VIDEO: Gemüse und Obst auf dem Balkon anbauen - so geht's

Vier goldene Tipps für ein giftfreies Essen

Was können Konsumenten tun, um sich Pestizide und andere Gift vom Leib zu halten? Hier sind vier Tipps, die ihnen helfen, sich giftfrei zu ernähren.

  • Tipp 1: Lebensmittel möglichst aus der eigenen Region kaufen. Je weiter die Ware transportiert werden muss, umso notwendiger wird es, sie haltbarer zu machen. Zahlreiche Zusatzstoffe können das eigentliche Produkt schwer belasten.

  • Tipp 2: Saisonal einkaufen. Kaufen Sie Obst und Gemüse, wenn es gerade Saison hat. So verhindern Sie zu lange Transportwege und Konservierungsstoffe in den Lebensmitteln. Bekannt ist zum Beispiel, dass Gewächshaus-Erdbeeren aus der Türkei oder Spanien oft mit hohen Dosen Pestiziden belastet sind.

  • Tipp 3: Obst und Gemüse nur dann mit Schale verzehren, wenn man sicher gehen kann, dass es unbehandelt ist (davon kann man leider nur selten ausgehen). Waschen sollte man die Lebensmittel in jedem Fall sehr gründlich. Ob es unbedingt im Geschirrspüler sein muss, wie bei diesem Zeitgenossen? Wir wissen es nicht!

  • Tipp 4: Wer sich gesund ernähren möchte, ist im Bio-Laden oder Bio-Supermarkt gut aufgehoben: Die Kontrollen sind wesentlich strenger, manche Probleme sind damit von vornherein ausgeschlossen.

(ija)

GUT ZU WISSEN: Bio-Siegel und ihre Bedeutung - so erkennen Sie, ob ein Produkt wirklich ökologisch ist

Ob Eier, Milch, Obst oder Fleisch - Bioprodukte sind längst Mainstream geworden. 2017 wurden in Deutschland über zehn Milliarden Euro mit ökologisch erzeugten Produkten umgesetzt, erklärte der 'Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft' (BÖLW). Aber woran erkennt man, dass ein Produkt wirklich Bio oder fair gehandelt ist?

Bei dem Dickicht aus Bio- oder Fairtrade-Siegeln, die es in Deutschland gibt, verliert man schnell den Überblick. Um zu wissen, ob ein Produkt wirklich gut für die Umwelt ist, muss man wissen, was die einzelnen Siegel bedeuten. Diesen Labels können Sie beim Einkaufen vertrauen!

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