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Volle Straßen und Flughäfen zu Ferienbeginn

Ein kilometerlanger Stau
Kilometerlang staut sich der Verkehr. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv © deutsche presse agentur

Mit dem Klingeln zum Schulschluss haben am Freitag die Herbstferien in Berlin und Brandenburg begonnen. 359.000 Schüler in Berlin, 289.000 in Brandenburg und insgesamt 54.000 Lehrer gingen in die zweiwöchige Unterrichtspause. Der ADAC warnte vor dichtem Verkehr, weil viele Familien die Zeit für Urlaubsreisen nutzten.

Auch an den Flughäfen herrschte am Freitagmorgen reger Betrieb. In Kombination mit hohen Krankenständen und dem Personalmangel kam es laut der Gewerkschaft Verdi zu langen Wartezeiten bei der Abfertigung.

Unter den Passagieren waren Augenzeugenberichten zufolge auch schulpflichtige Kinder, die die letzten Unterrichtsstunden so verpassten. Norman Heise, der Vorsitzende des Landeselternausschusses Berlin, zeigte Verständnis für Familien, die ihre Kinder bereits vor dem offiziellen Schulschluss aus dem Unterricht nehmen.

Die Reisepreise stiegen zur Ferienzeit massiv. Da sei es nachvollziehbar, wenn Eltern auf günstigere Lösungen setzten, sagte er. Die Landespolizei in Berlin und Brandenburg sowie die Bundespolizei erklärten, es habe keine gesonderten Kontrollen an den Flughäfen Tegel und Schönefeld gegen mögliche Schulschwänzer gegeben.

Eine Sprecherin der Berliner Senatsbildungsverwaltung sagte, in Ausnahmefällen könnten Kinder mit Sondergenehmigungen von der Schulpflicht befreit werden. Eine Ferienreise gehöre allerdings nicht dazu. Erziehungsberechtigte, die ihre Kinder ohne Erlaubnis aus der Schule nehmen, begehen laut Berliner Schulgesetz eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Strafe von bis zu 2500 Euro geahndet werden kann.


Quelle: DPA

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