Trainerwechsel soll zum Erfolg führen

Volle Attacke! Fury schmeißt gegen Wilder Taktik über den Haufen

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18. Februar 2020 - 12:25 Uhr

Fury will Wilder umhauen

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es endlich soweit, dann steigt in Las Vegas der Rückkampf der Schwergewichte zwischen WBC-Weltmeister Deontay Wilder und Ex-Champion Tyson Fury. Je näher der Fight rückt, desto mutiger werden die Ansagen vom "Gypsy King".

SugarHill Steward löst Ben Davison ab

Er werde in dem Rückkampf gegen Wilder auf den Knockout gehen, kündigte Fury im Gespräch mit "BT Sport" großspurig an. Die Entscheidung solle nicht erneut in den Händen der Punktrichter liegen, begründete der Brite seine Marschroute. Das erste Duell der beiden im Dezember 2018 war nach einem spektakulären Fight, in dem Fury zweimal zu Boden ging, mit einem Unentschieden gewertet worden.

Damit diesmal Fury den "Bronze Bomber" auf die Bretter schickt, hat der 31-Jährige sogar seinen Trainer gewechselt. Anstelle von Ben Davison übernahm SugarHill Steward die Vorbereitung. "Je größer das Risiko, desto größer die Belohnung. Ich weiß, dass Ben diese Strategie nicht gewählt hätte. Und genau deshalb bereitet mich Ben auf diesen Kampf auch nicht vor", erläuterte Fury: "Was ich in dem letzten Kampf [gegen Wilder] gemacht habe, war fantastisch", lobte er seinen ehemaligen Coach, "aber es war nicht gut genug, um zu gewinnen. Etwas musste sich ändern".

Schulz setzt auf Fury: "Das ist so eine Granate"

Gleichwohl sieht auch Fury, der unlängst seine "Benzin-Fäuste" als Erfolgsgeheimnis anpries, ein Risiko, wenn er auf einen Puncher wie Wilder offensiv zugeht. "Aber ich werde ihn nicht ausknocken, wenn ich zwölf Runden lang um ihn herumtanze. Ich muss ihn ausknocken, so einfach ist das", sagte der Herausforderer: "Jeder, der denkt, Wilder kann nicht ausgeknockt werden, ist ein Idiot. Ich werde beweisen, wie viel Power ich habe. Ich werde dafür sorgen, dass er aufgibt."

Wilder freut sich derweil schon auf einen deutlich angriffslustigeren Gegner. "Es wird eine kurze Nacht, aber ein interessanter Kampf. Interessante Kämpfe und kurze Nächte, da könnt ihr auf mich zählen, denn ich werde nicht für Überstunden bezahlt", ist auch der Amerikaner von einem vorzeitigen Ende überzeugt.

Quelle: sport.de