Gesundheitsschutz

Volle Arztpraxen wegen Atemwegsinfekten: Ministerin besorgt

Arztpraxis
Ein Schild weist den Weg zu einer Arztpraxis.
Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Volle Arztpraxen wegen Atemwegsinfektionen rufen Besorgnis bei Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) hervor. Wir beobachten derzeit vor allem bei Kindern sowie Menschen ab 60 Jahren einen starken Anstieg bei den Atemwegsinfekten, sagte Drese am Mittwoch in Schwerin. Im Vergleich zur Vorwoche habe sich die Zahl der Arztbesuche fast verdoppelt. Einen solch deutlichen Zuwachs Ende November habe es in den vergangenen fünf Jahren nicht gegeben.

Seit fünf Jahren wird den Angaben zufolge ein wöchentlicher Bericht über Akute Respiratorische Erkrankungen (ARE) in Mecklenburg-Vorpommern verfasst. Darin würden Fälle erfasst, die erwiesenermaßen auf einen ARE-Erreger zurückzuführen sind. Dazu zählten unter anderem Influenza-Viren, RS-Viren (RSV), Rhinoviren und seit diesem Jahr auch das Coronavirus.

Die Ministerin appellierte, die Ausbreitung von ARE-Erregern mit Hilfe von Hygienemaßnahmen zu erschweren. Dazu gehörten Abstand halten, das Vermeiden von Händegeben und Anhusten, intensives Lüften und gründliches Händewaschen. Ältere ab 60 Jahren sollten sich gegen Grippe impfen lassen, riet Drese. Aber auch Jüngere, bis hin zu Kindern, könnten profitieren. Angesichts der hohen Zahlen von Atemwegsinfektionen, die teils schwere Krankheitsverläufe auslösen, können auch Eltern mit ihren Kindern in Rücksprache mit ihrem Arzt beziehungsweise ihrer Ärztin klären, ob eine Impfung mit einem speziellen Impfstoff für Kinder empfehlenswert ist.