FDP will sich personell und thematisch neu aufstellen.

Wissing ist neuer FDP-Generalsekretär

Volker Wissing (FDP) spricht im Landtag. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

19. September 2020 - 16:28 Uhr

Knapp 83 Prozent für den Neuen

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing ist neuer FDP-Generalsekretär. Der Parteitag in Berlin wählte ihn mit 82,76 Prozent der Stimmen. Er löst ein Jahr vor der Bundestagswahl 2021 vorzeitig die bisherige Amtsinhaberin Linda Teuteberg ab. FDP-Chef Christian Lindner will seine Partei vor der Bundestagswahl personell und thematisch neu aufstellen.

„Privat vor Staat ist die Devise"

 Wahlkampfauftakt der FDP Thüringen zur Landtagswahl 2019 in Jena auf dem Holzmarkt am 19.9.2019 FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg FDP, Portrait mit Mikro Holzmarkt Jena *** Election campaign kick-off of the FDP Thuringia for the state election 2
Linda Teuteberg wurde als FDP-Generalin abgelöst.
© imago images/Christoph Worsch, Christoph Worsch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wissing sagte in seiner Bewerbungsrede, das Land stecke in einer Wirtschaftskrise. Deutschland habe schon schwerste Wirtschaftskrisen durchlebt und ein Wirtschaftswunder geschafft. Damals sei das Land erfolgreich gewesen, weil sich die Politik zurückgehalten habe.  Kreativität des Einzelnen sei damals gefragt gewesen, nicht ein Einheitskonzept des Staates. Auch heute müsse der Staat schnell die Finger wieder aus der Wirtschaft zurückziehen, sagte Wissing. Heute sei wieder Gründergeist gefragt. "Privat vor Staat" sei die Devise, machte er deutlich.

Wissing wurde auf einem außerordentlichen Parteitag gewählt, der praktisch in einen ordentlichen Parteitag integriert worden war. Wegen der Corona-Pandemie wurden besondere Sicherheitsvorkehrungen und organisatorische Maßnahmen ergriffen. So wurden den Angaben zufolge keine Gäste eingeladen und auch keine Aussteller. Es kamen nur Delegierte, Medienvertreter und Mitarbeiter unter strengen Regeln.

Von den 662 Delegierten waren nicht alle anwesend. Letztlich waren es den Angaben zufolge rund 560 Delegierte, etwa 100 blieben zu Hause. Sie konnten aber ihr Stimmrecht an anwesende Delegierte übertragen.