Geflügelpest breitet sich weiter aus

Was bedeutet das für die Weihnachtsgans?

Weihnachtsgans
Weihnachtsgans
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh pil

02. Dezember 2020 - 15:17 Uhr

Ist die Vogelgrippe für den Verbraucher gefährlich?

In Schleswig-Holstein sind mittlerweile über 10.000 Vögel der Geflügelpest zum Opfer gefallen. Hauptsächlich sind zwar Wildvögel wie Nonnengänse und Möwen betroffen, trotzdem kann der Virus auch auf Nutztiere wie Hühner und Puten über gehen. Deshalb gilt in ganz Schleswig-Holstein seit gut drei Wochen die Stallpflicht für sämtliche Geflügelbetriebe, damit sich die Tiere nicht bei Wildvögeln anstecken. Doch welche Folgen hat das für die Verbraucher?

Vertrauen in Fleischqualität sinkt

Viele Verbraucher sind skeptisch, sagt Geflügelbauer Maurice Blank aus Lemsahl-Mellingstedt: "Bei größeren Betrieben, die über Supermärkte vermarkten, sind die Kunden im Moment sehr zurückhaltend. Wenn das Thema Vogelgrippe in den Medien ist, wird Geflügel in den Supermärkten nicht mehr so nachgefragt." Doch der Experte verspricht: Es besteht keine Gefahr beim Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern.

Weihnachtsgans nicht in Gefahr

Der Grund für die Entwarnung vom Geflügelbauern ist simpel: Da die Stallpflicht herrscht, können sich die Tiere auch nicht anstecken. "Man kann an Weihnachten die Weihnachtsgans und anderes Geflügel bedenkenlos essen", so Blank. Auch Frühstückseier können ohne Sorge gegessen werden. Geflügelfleisch sollte grundsätzlich immer gut durchgebraten werden. So könne auch ein möglicher Vogelgrippe-Erreger abgetötet werden, sagt Geflügelbauer Maurice Blank weiter.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Tipp vom Geflügelbauern

Einen wichtigen Hinweis zum Zubereiten vom Geflügel hat der Bauer aber trotzdem: "Wichtig ist, dass die normalen Hygieneregeln im Zusammenhang mit Geflügel eingehalten werden. Wenn also Messer, Bretter oder Hände mit rohem Geflügelfleisch in Kontakt kommen, sollten diese grundsätzlich danach gründlich abgewaschen werden."