Vogelgrippe: keine weiteren Infektionen nachgewiesen

© dpa, Ingo Wagner

20. Dezember 2014 - 16:07 Uhr

Züchter können Geflügel wieder zum Schlachthof bringen

Weil nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Niedersachsen keine weiteren Infektionen nachgewiesen wurden, können die meisten Züchter der Region von Freitagabend an wieder Geflügel zum Schlachthof fahren. Das teilten die Landkreise Cloppenburg, Ammerland und Leer mit. Einschränkungen und ein befristetes Verbot, neues Geflügel in die Ställe zu nehmen, gelten bis Mitte Januar weiter in einem größeren Kreis um den betroffenen Hof in Barßel im Kreis Cloppenburg.

Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) wollte die Untersuchung von Proben aus rund 60 Höfen im Umkreis am Wochenende abschließen. "Wenn es so bleibt und wir so davonkommen, dann hat die Branche großes Glück", sagte der Geschäftsführer der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft, Dieter Oltmann. "Ein größeres Geschehen wird der Branche großen Schaden zufügen."

Den bislang entstandenen Schaden konnte der Verbandschef nicht beziffern. Vor allem einzelne Familienbetriebe seien durch die Einschränkungen stark betroffen, andere weniger. Nicht alle hätten für Fälle wie diesen eine Versicherung abgeschlossen. Über die Tierseuchenkasse entschädigt werden nur die Züchter, deren Geflügel auf Anordnung der Behörden getötet wurden. Dies waren insgesamt 120.000 Tiere. Niedersachsen ist mit rund 100 Millionen Stück Geflügel der wichtigste Produzent in Deutschland, allein im Kreis Cloppenburg werden knapp 13,5 Millionen Puten und Hühner gehalten.