Vogelgrippe: Alle Störche des Rostocker Zoos getötet

Das Becken für Wasservögel neben dem Gehege der Weißstörche im Rostocker Zoo ist jetzt leer.
Das Becken für Wasservögel neben dem Gehege der Weißstörche im Rostocker Zoo ist jetzt leer.
© dpa, Bernd Wüstneck

09. Januar 2015 - 15:09 Uhr

Alle 500 Vögel sollen jetzt auf den Virus untersucht werden

Im Rostocker Zoo sind wegen Vogelgrippe alle Störche getötet worden. Zuvor war bei einem verendeten Storch das hochansteckende Virus H5N8 festgestellt worden, wie Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) in Schwerin mitteilte. Zwei weitere Störche seien ebenfalls bereits am Wochenende gestorben, die restlichen neun Störche des Bestandes seien getötet worden.

Auch 23 Enten, die im selben Stallgebäude untergebracht waren, seien gekeult worden. "Ziel ist es, den Krisenherd auszuräumen und die Infektionskette zu unterbrechen", sagte der Minister. Von der Tötung aller Vögel im Zoo werde abgesehen, sofern es keine weiteren Nachweise des Virus gebe.

Es werden nun alle im Zoo gehaltenen Vögel untersucht, wie Direktor Udo Nagel sagte. Der Zoo hält etwa 500 Vögel, darunter sind 30 streng geschützte und seltene Arten wie Flamingos, aber auch heimische Seeadler.

Auch Futtermittel und Einstreu werden untersucht. "Es ist ein Rätsel, wie das Virus zu den Vögeln gekommen ist", sagte Nagel. Sämtliche Vögel im Zoo seien in Stallgebäuden oder überdachten Volieren untergebracht. Der infizierte Storch lebte seit 2011 in dem Tiergehege.