Im großen RTL-Interview zur aktuellen Corona-Lage

Virologe Prof. Streeck: "Mit Grippeimpfung schützt man sich und andere"

Prof. Dr. Hendrik Streeck im Gespräch mit RTL-Reporter Ingo Wickop.
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24. September 2020 - 10:24 Uhr

Virologe Streeck äußert sich zu Fieberambulanzen und Impfungen

Der Herbst steht schon vor der Tür und damit auch die Grippesaison. Ein Grund, warum in Zeiten von Corona vermehrt über Fieberambulanzen diskutiert wird. Die sollen vermeiden, dass sich potenzielle Corona-Infizierte mit erkälteten Patienten in den Praxen tummeln. Im großen RTL-Interview mit Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck sagt er, wie er zu Fieberambulanzen und Grippeimpfungen steht.

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Fieberambulanzen sollen Engpässe in Praxen vermeiden

Der Wissenschaftler hält spezielle Fieberambulanzen, wie sie unter anderem von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagen wurden, für hilfreich: "Die Maßnahme zielt darauf ab, die Praxen und Kliniken zu entlasten, damit nicht jeder mit Husten und Fieber zum Beispiel direkt zum Hausarzt geht, sondern dort gezielt erst einmal geschaut wird, ob eine Covid-19-Erkrankung vorliegt." Das sei sinnvoll, um Praxen für andere Erkrankung freizuhalten, so der Virologe. Im Ausland gäbe es solche Fieberambulanzen schon, die, laut Streeck, gut funktionierten.

Zwar wirke eine Grippeimpfung nicht gegen das Coronavirus, doch helfe auch das, um die Praxen nicht zu überfüllen. Damit könne auch jeder Einzelne Verantwortung übernehmen. "Man hat den Vorteil, dass man einen Erreger erstmal aus der Gleichung rausnimmt. Also, dass man nicht zusätzlich zu der Coronawelle auch noch eine Grippewelle hat. Dadurch, dass man die Grippeimpfung bekommt, schützt man sich und andere. Damit sich die Grippe nicht verbreiten kann."

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