"Wehen nicht stark genug"

Abfuhr im Krankenhaus: Hochschwangere bringt Kind in der eigenen Badewanne zur Welt

17. September 2019 - 11:42 Uhr

Geburt in der Badewanne

Das Krankenhaus schickte sie einfach nach Hause. Dann brachte ein Paar sein Kind selbst auf die Welt - in der Badewanne. Das berichteten die frischgebackenen Eltern gegenüber dem Sender "WTKR". Ärzte hätten ihnen kurz zuvor gesagt, es wäre noch nicht soweit. Keine vier Stunden später kam das Kind dann aber doch.

Ärzte nehmen die Mutter nicht ernst

LeeAnn und Leo Bienaime treffen am 23. August gegen 20:30 Uhr im Naval Medical Center Portsmouth im US-Bundesstaat Virginia ein. Vier Stunden lang ließ man die Hochschwangere und ihren Mann warten. Dann schickten Ärzte das Paar nach Hause.

"Sie sagten uns, dass wir erst wieder zurückkommen sollten, sobald die Wehen soweit sind, dass ich weder laufen noch sprechen kann", so LeeAnn. Da sie eine ziemlich hohe Schmerztoleranz habe, hätte das Paar die 25-minütige Heimfahrt in Kauf genommen.

Erste Babyfotos sorgen für Verwirrung

Doch zu Hause angekommen läuft LeeAnn stundenlang nur hin und her. Sie spürt bereits den Kopf ihres Sohnes. Nach weiteren vier Stunden legt sich LeeAnn in die Badewanne. Ihr Mann alarmiert die Rettungskräfte. Doch Joachim kommt noch in den Händen des Vaters auf die Welt.

Heute scherzt das Paar darüber: "Wir werden immer wieder gefragt, warum denn Shampoo im Hintergrund zu sehen ist". Mit der Geburt in den eigenen vier Wänden hat niemand gerechnet.

Hätte auch anders ausgehen können

Das Paar ist froh darüber, dass alles gut gegangen ist: "Es wäre eine andere Geschichte, wenn es anders verlaufen wäre", so LeeAnn. Sie sagt auch, dass sie niemals mehr auf die Ärzte hören würde: "Beim nächsten Mal bleibe ich im Wartezimmer sitzen und schlage ein Zelt auf". Sie ruft andere Eltern dazu auf lieber auf ihre eigenen Instinkte zu hören.