25. März 2019 - 17:05 Uhr

Gutachter wollen herausfinden, was am Wochenende zu den Problemen führte

Nach der dramatischen Havarie eines Kreuzfahrtschiffes vor der Westküste Norwegens wollen Experten mehr zur Ursache erfahren. Gutachter der Firma Lloyd's wollen das Schiff nach Angaben der norwegischen Nachrichtenagentur NTB untersuchen. Genau wie die staatliche Havariekommission wollen sie herausfinden, was am Wochenende zu den Problemen der "Viking Sky" geführt hatte. Die spektakulären Bilder der Hubschrauber-Rettung einiger Passagiere sind im Video oben zu sehen.

500 Passagiere wurden per Hubschrauber an Land gebracht

An Bord der "Viking Sky" waren 915 Passagiere und 458 Besatzungsmitglieder. Das Kreuzfahrtschiff hatte sich seit mehr als einer Woche an der westnorwegischen Küste befunden. Am Samstag war das Schiff in einem gefährlichen Küstenabschnitt in Seenot geraten. Der Grund: Wegen eines Sturms gab es Probleme mit dem Antrieb.

Fast 500 Passagiere wurden per Hubschrauber an Land gebracht. Die restlichen knapp 900 Menschen trafen am Sonntagnachmittag mit der "Viking Sky" in Molde ein, nachdem es das Schiff mit Hilfe von Schleppern und wiedererlangtem eigenen Antrieb in die norwegische Kleinstadt südwestlich von Trondheim geschafft hatte. Im Video berichtet RTL-Reporter Stephan Richter, wie es den Passagieren nun geht.

Weitere Passagiere fuhren mit dem Schiff in den Hafen von Molde ein

Glück im Unglück! Die Passagiere waren erleichtert, dass der Zwischenfall am Ende doch noch gut ausging. Von Molde aus sollte es für die Kreuzfahrtgäste - die meisten von ihnen Amerikaner und Briten - auf die Heimreise gehen.

"Du denkst an das Schlimmste, wenn du in solch einer Umgebung bist", sagte eine Reisende aus London dem Rundfunksender NRK über die Erlebnisse an Bord. Ihr Ehemann ergänzte: "Was für ein Drama. Aber es ist vorbei." Das Video zeigt die dramatischen Szenen aus dem Kreuzfahrtschiff.

Küstengebiet Hustadvika für Schiffsunglücke berüchtigt

Zwischenzeitlich drohte das Schiff in dem berüchtigten Küstengebiet Hustadvika auf Grund zu laufen. Dort ist es schon häufiger zu Schiffsunfällen gekommen. Bis Sonntagabend mussten nach NRK-Angaben 27 Menschen in Krankenhäusern behandelt werden. Darüber hinaus wurden mehrere traumatisierte Passagiere vom Roten Kreuz versorgt.