25. Februar 2019 - 10:49 Uhr

Doppelgänger musste das Land verlassen

In Vietnam steigt die Spannung - Donald Trump und Kim Jong Un werden erwartet. Der US-Präsident und der Nordkorea-Diktator treffen sich in Hanoi, um über atomare Abrüstung zu reden. Ihre Doppelgänger sind schon da, doch einer der beiden musste das Land schon wieder verlassen.

Zweiter Trump-Kim-Gipfel

Er sorgte für witzige Fotos, doch die Behörden in Vietnam konnten nicht darüber lachen. Der Australier Howard X musste das Land verlassen. Der Grund: Er sieht dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un sehr ähnlich und posierte in Hanoi mit einem Trump-Doppelgänger. Die beiden tummelten sich in der vietnamesischen Hauptstadt, weil diese Woche der echte Kim und der echte Trump in die Stadt kommen. Sie wollen über das Atomprogramm Nordkoreas reden. Trump will, dass Kim es einstellt. Kim will es behalten.

"Kim hat keinen Humor"

Howard X wurde nun von drei Männern in seinem Hotel in Hanoi abgeholt und in ein Auto zum Flughafen gesetzt. Nach einem Polizeiverhör sei ihm mitgeteilt worden, dass sein Visum "ungültig" sei, sagte der Mann, der in Hongkong lebt vor seiner Abschiebung. Der "wahre Grund" sei aber, "dass ich mit einem Gesicht geboren wurde, das mich wie Kim Jong Un aussehen lässt", sagte der Doppelgänger. "Das ist das wahre Verbrechen." Der echte Kim habe "keinen Humor". Satire sei "eine mächtige Waffe gegen jede Diktatur".

Nur echt mit Bräunungscreme

Kim Jong Un unterwegs nach Vietnam
Kim Jong Un reist mit Zug zum Gipfel mit Donald Trump.
© dpa, Uncredited, nic

Der echte Kim kommt am Mittwoch und Donnerstag in Hanoi zu seinem zweiten Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump zusammen. Ihre beiden Doppelgänger waren bereits in der vergangenen Woche in die vietnamesische Hauptstadt gereist. X und der stark mit Bräunungscreme geschminkte Trump-Darsteller Russell White ließen sich am Freitag auf den Stufen des Opernhauses von Hanoi fotografieren.

Trump-Doppelgänger darf bleiben

Trump-Doppelgänger White darf in Hanoi bleiben. Er wurde aber aufgefordert, nicht mehr kostümiert in der Öffentlichkeit aufzutreten. Bei seinen Spaziergängen durch Hanoi hatten sich immer wieder Passanten und Touristen mit ihm fotografiert.