Ende der Qualen

Vietnam: Seit 30 Jahren eingesperrt! Tierschützer retten Bären aus winzigem Käfig

9. Dezember 2019 - 10:17 Uhr

Im Video: So befreiten die Tierretter den Bären in Vietnam

In Vietnam hat die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" einen Bären befreit, der seit 30 Jahren in einem winzigen Käfig eingesperrt war. Leider kein Einzelfall. Allein in Vietnam gibt es mehr als einhundert Bärenfarmen. Die Besitzer zapfen unter qualvollen Bedingungen Gallensaft aus den Tieren, um daraus Medizin zu machen. Völlig unnötig, denn dafür gibt es längst Alternativen.

Bär wurde wegen Medizin festgehalten

Bärengalle: Zur Behandlung von Augen- und Leberbeschwerden gilt sie in der traditionellen asiatischen Medizin als Heilmittel, die den Tieren unter katastrophalen Hygiene-Bedingungen entnommen wird. Das alles ist seit 2005 verboten. Es gibt synthetische und pflanzliche Alternativen mit gleicher Wirkung. Trotzdem leben noch bis zu 450 Bären im Vietnam unter schlimmen Bedingungen.

Im Video zeigen wir, wie Tierschützer den Bären befreien. Nach seiner Befreiung wurde er erstmal in die Quarantäne gebracht. "Das ist wichtig, um zu checken, ob er keine übertragbaren Krankheiten hat", sagte Bärenexperte Carsten Hertwig. Wenn alles gut geht, wird er in ein paar Wochen wieder normal laufen können. Bis dahin lernt er in einem Übergangskäfig, sich langsam an sein neues Zuhause zu gewöhnen.