Leiche nach Suchaktion geborgen

Vierjähriger ertrinkt in Donau – Gaffer behindern Retter

An der Donau in Bayern ereignete sich ein tragischer Badeunfall (Symbolbild)
An der Donau in Bayern ereignete sich ein tragischer Badeunfall (Symbolbild)
© dpa, Armin Weigel, awe htf req fuw sja req sja

10. August 2020 - 11:37 Uhr

Rettungsaktion dauerte eine Stunde

Ein Vierjähriger trieb durch das Wasser der Donau, bis die Retter nur noch seinen Leichnam bergen konnten. Nach einem Badeunfall suchten Einsatzkräfte am Sonntag eine Stunde lang nach dem Vermissten bei Endlau-Osterhofen im Landkreis Deggendorf (Bayern) – doch für den kleinen Jungen kam jede Hilfe zu spät. Dreiste Gaffer behinderten die Feuerwehrleute bei der dramatischen Aktion.

Privatleute unterstützten Feuerwehr mit Jetskis

Wie die Passauer Neue Presse berichtet, ereignete sich die Tragödie gegen 14.30 Uhr. Zwei Kinder waren im Wasser in Not geraten. Nachdem eines der Kinder aus dem Wasser gezogen werden konnte, war der Vierjährige weiterhin abgängig.

Rettungskräfte zahlreicher Feuerwehren eilten zur Einsatzstelle, versuchten den Vierjährigen von beiden Seiten der Donau aus zu retten. Doch sie fanden gegen 16 Uhr nur noch den leblosen Körper des Kindes an der Stelle, an der er vermisst wurde. Sogar Privatleute hatten sich mit Jetskis und als Fußstreife an Land an der Suche beteiligt.

Feuerwehr ließ Fotos und Filme auf Handys löschen

Die Feuerwehr musste mehrere Schaulustige vom Platz verweisen, weil sie die Retter bei der Arbeit behinderten. Die Einsatzkräfte stellten sicher, dass zuvor gemachte Fotos und Filme auf Handys gelöscht wurden.