Vierjährige stirbt bei Rodeln: Angeklagter entschuldigt sich

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild
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29. November 2021 - 11:51 Uhr

Gera (dpa) - Zum Auftakt eines Prozesses um einen tödlichen Rodelunfall eines vierjährigen Mädchens hat sich der Angeklagte bei den Eltern des Opfers entschuldigt. "Es war absolut nicht meine Absicht, dass der Tag so ausgeht", sagte der 26-Jährige am Montag vor dem Amtsgericht Gera. Er sei mit dem Vater des Mädchens und einem weiteren Paar samt deren drei Kindern an einem Januartag auf ein schneebedecktes Feld in Gera gefahren. Dort hätten sie die Schlitten der Kinder an ihre Autos gebunden und über das Feld gezogen. Die Erwachsenen seien in Rodelpausen mit ihren Autos über das Feld gedriftet.

Als er nach einer solchen Driftfahrt zu der Gruppe zurückfuhr, habe er die Kontrolle über seinen SUV verloren und sei gegen einen abgestellten Transporter geprallt, sagte er weiter. Erst aus der Gruppe heraus habe er dann mitbekommen, dass etwas Schlimmes geschehen sei. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft habe das vierjährige Kind auf einem Schlitten hinter dem Transporter gesessen und sei zwischen den Fahrzeugen eingeklemmt worden. Das Mädchen sei an den dabei verursachten Verletzungen gestorben. Dem Angeklagten wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Die Mutter des Mädchens hat sich dem Verfahren als Nebenklägerin angeschlossen. Vorerst ist nur ein Verhandlungstermin angesetzt. Unter Driften versteht man - angelehnt an eine Bezeichnung aus dem Motorsport - das Herumschleudern mit dem Auto, bei dem die Hinterachse ausbricht.

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Quelle: DPA