Vier Tote durch Giftschlamm

13. Februar 2016 - 4:48 Uhr

Mehrere hundert Kubikmeter Giftschlamm aus einer Aluminiumfabrik haben die westungarische Ortschaft Kolontar überschwemmt. Mindestens vier Menschen wurden getötet, unter ihnen ein Säugling, berichteten ungarische Medien. Sieben weitere Bewohner der Ortschaft gelten als vermisst, 113 wurden verletzt.

Der Industrieschlamm war am Montag aus bisher noch nicht geklärten Gründen aus dem Gelände der Aluminiumfabrik MAL AG ausgetreten. Die Schlammlawine durchbrach einen Damm, ergoss sich in einen Bach und vermengte sich mit dem Hochwasser, das schon seit mehreren Tagen die Gegend heimsucht. Die giftige Masse überschwemmte den Ort Kolontar und fünf benachbarte Ortschaften. 400 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Der Schaden sei vorerst noch nicht zu ermessen, hieß es in den Medienberichten. Das sei die bisher größte Chemie-Katastrophe in Ungarn.