Vier Brände in zwei Tagen: Polizei vermutet Zusammenhang

Ein Drehleiterwagen der Feuerwehr mit Blaulicht. Foto: Marcel Kusch/dpa/Symbolbild
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06. Mai 2020 - 17:54 Uhr

Nachdem vier Brände in zwei Tagen im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen einen Millionenschaden verursacht haben, hat die Polizei eine eigene Ermittlungsgruppe gegründet. "Nach aktuellem Ermittlungsstand kann in allen vier Fällen eine vorsätzliche Brandlegung nicht ausgeschlossen werden", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Mittwoch mit. Die Beamten vermuten aufgrund der engen zeitlichen und örtlichen Nähe einen Zusammenhang.

Der gravierendste Brand hatte sich am frühen Montagmorgen auf dem Gelände eines Biomasse-Kraftwerks in Reichersbeuern ereignet. Dabei wurden das Kraftwerk und zwei Lagerhallen für Hackschnitzel zerstört. Der Schaden dürfte bei über einer Million Euro liegen, hieß es. Ein weiteres Hackschnitzellager geriet am Montagabend in Dietramszell in Brand, wurde laut Polizei aber schnell gelöscht. Der Schaden wird auf 5000 Euro geschätzt.

Am frühen Mittwochmorgen brachen dann bei den Mülltonnen eines Wohn- und Geschäftshauses in Wolfratshausen Flammen aus und griffen auf das Gebäude über, wie die Polizei mitteilte. Es entstand ein Schaden im niedrigen sechsstelligen Bereich. Kurze Zeit später seien eine Sitzbank und ein Batteriecontainer auf einem Betriebsgelände in Egling in Brand geraten. Der Eigentümer löschte das Feuer selbst; die Schadenshöhe war zunächst nicht bekannt.

Quelle: DPA