2019 M03 15 - 19:20 Uhr

Auch am zweiten Tag der Razzia bei einem Waffenhändler und mutmaßlichen Reichsbürger in Kordel bei Trier sind etliche Waffen gefunden worden. Bei der Durchsuchung von Wohnräumen und Lagerstätten seien insgesamt mehrere hundert Waffen und Waffenteile, Munition, Pyrotechnik und Schwarzpulver beschlagnahmt worden, bilanzierte der Sprecher der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, Thomas Müller, am Freitag. "Es bleibt abzuwarten, ob es weitere Ermittlungen gibt gegen den Mann."

Die Polizei begleitete die Durchsuchung laut Müller an vier Objekten mit teils "chaotischer Wohnsituation" erneut mit einem größeren Aufgebot. Der Mann habe sich kooperativ verhalten.

Sogenannte Reichsbürger lehnen die Bundesrepublik als Staat und ihre Behörden ab. Kreissprecher Müller verwies auf einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz in Koblenz vom Dezember 2018. Demnach sei die Zugehörigkeit zur Reichsbürgerbewegung nicht vereinbar mit der für den Handel von Waffen und Sprengstoff nötigen Zuverlässigkeit. Der Händler und sein Vater seien der Aufforderung, ihre Waffen und Sprengstoffmengen abzugeben, nicht nachgekommen. Daraufhin seien die Durchsuchungsbeschlüsse ergangen.

Quelle: DPA