FFP2-Maske unterm Rauschebart

Viele Weihnachtsmänner dieses Jahr arbeitslos, aber es gibt Lösungen

Willi Dahmen, professioneller Weihnachtsmann-Darsteller, kürzt mit einer Schere seinen Bart. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
Willi Dahmen, professioneller Weihnachtsmann-Darsteller, kürzt mit einer Schere seinen Bart. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
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12. November 2020 - 7:50 Uhr

„Mir blutet das Herz“

Viele Weihnachtsmänner werden dieses Jahr arbeitslos. "Alle Verträge sind gecancelt", sagt Willi Dahmen, Weihnachtsmann aus Celle mit einem Seufzen. "Mir blutet das Herz. Aus Frust habe ich mir letzte Woche meinen Bart abgeschnitten. Der ist nur noch drei Zentimeter lang." Seit rund 30 Jahren ist er als Santa-Claus-Darsteller bundesweit unterwegs ist.

Hunderte Miet-Weihnachtsmänner in Deutschland betroffen

Die Corona-Pandemie bringt in diesem Jahr Hunderte Miet-Weihnachtsmänner in Deutschland um ihren Job. "In unserem Weihnachtsmann-Netzwerk haben wir uns darauf verständigt, dass wir auf Auftritte verzichten wollen", so Dahmen. Auch die Arbeitsagenturen in Niedersachsen und Bremen setzen mit der Weihnachtsmann-Vermittlung wegen Corona aus.

Hamburger Agentur bietet Weihnachtsmann mit Hygienekonzept an

Bei der privaten Hamburger Agentur Blank & Biehl allerdings sind dagegen deutschlandweit Santa-Claus-Auftritte buchbar. "Wir haben ein Hygiene-Konzept aufgestellt", sagte Geschäftsführer Jan Biehl. So könne unter einem Kunstbart unauffällig eine FFP2-Maske getragen werden. Singen sei allerdings aus Infektionsschutzgründen in diesem Jahr leider verboten.


Quelle: DPA/ RTL.de