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Viele Verletzte bei Zusammenstößen in Kairo

Viele Verletzte bei Zusammenstößen in Kairo

Im Zentrum von Kairo haben sich Hunderte militante Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden 215 Menschen verletzt, darunter Demonstranten wie auch Polizisten. Die Jugendlichen warfen Steine und Brandsätze, die Polizei setzte Tränengas ein, wie Augenzeugen berichteten.

Die nächtlichen Ausschreitungen dauerten bis zum Mittwochmorgen an. Zwölf Verletzte wurden am Vormittag noch in Krankenhäusern behandelt. Kleinere Scharmützel in Nebengassen gingen auch am Tag weiter. Der Verkehr am Tahrir-Platz, einem wichtigen Knotenpunkt, blieb blockiert.

Zu den Ausschreitungen kam es nach einer Gedenkfeier von Angehörigen der "Märtyrer der Revolution" in einem anderen Stadtteil. Militante Anhänger der Protestbewegung, die am 11. Februar den Sturz von Präsident Husni Mubarak herbeigeführt hatte, zogen zum Tahrir-Platz. Sie fordern eine zügigere juristische Aufarbeitung der Tötung von mehr als 800 Demonstranten bei den damaligen Protesten. Deren Mittelpunkt war der Tahrir-Platz gewesen.