Viele Deutsche wollen Geräte lange nutzen, tun es aber nicht

19. Dezember 2019 - 16:01 Uhr

Eine Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland fühlt sich laut einer Umfrage zur möglichst langen Nutzung von Elektrogeräten wie Smartphones verpflichtet. Dies gaben 67 Prozent von 1000 Interviewten in einer repräsentativen Untersuchung der TU Berlin und des Fraunhofer Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration an. Wie die Uni am Donnerstag mitteilte, klafft jedoch eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit: "67 Prozent der Befragten kaufen ein neues Smartphone und 35 Prozent eine neue Waschmaschine, obwohl das alte Gerät noch funktioniert", erklärte die Leiterin der Untersuchung, Melanie Jäger-Erben.

Gerade bei Smartphones gebe es einen starken Wunsch, auf dem neuesten Stand zu sein, hinzu kämen verlockende Angebote, so die TU. Zumindest bei Smartphones beobachte man im Vergleich zu einer Befragung von vor zwei Jahren allerdings eine Tendenz hin zu einer längeren Nutzungsdauer, hieß es: Der Wert stieg demnach von durchschnittlich 2,3 auf 2,7 Jahre.

Je länger Geräte genutzt würden, desto besser sei die Ökobilanz, betont die TU. Für nachhaltigeren Konsum braucht es aus Sicht der Wissenschaftler angesichts der Ergebnisse keine Appelle, sondern erleichterte Reparatur sowie bessere und praktischere Möglichkeiten der Pflege und Wartung. Noch sei ein neues Gerät oft schneller und leichter verfügbar als eine Reparatur.

Quelle: DPA