Störungen im Job

Viele Beschäftigte fühlen sich im Job durch Störungen gestresst

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18. August 2019 - 17:58 Uhr

Technik, Telefon und Kollegen sind für viele Stressfaktoren

Klingelnde Telefone, zusätzliche Aufgaben, technische Probleme: Auf der Arbeit kann es schon mal sehr hektisch werden. Doch nicht alle kommen mit den vielen Störungen klar. Eine Folge davon sei die gestiegene Zahl von Stresskranken.

Störungen im Job gehören für viele Beschäftigte zum Alltag

Laut einer Studie der Gewerkschaft Verdi, fühlt sich mehr als jeder zweite Beschäftigte in der Dienstleistungsbranche bei der Arbeit oft unterbrochen oder gestört. Insgesamt sind es 52 Prozent der Befragten, die sich sehr häufig oder oft unter anderem durch technische Probleme, Telefonate oder Kollegen gestört fühlen.

Doch nicht alle stecken die Störungen gut weg: So fühlen sich 43 Prozent derer, die sich oft gestört fühlen, dadurch belastet. Also ist unterm Strich insgesamt fast jeder Vierte nach eigenen Angaben durch solche Störungen gestresst.

Digitalisierte Arbeit ist störungsanfälliger

Störungsquellen auf dem Arbeitsplatz gebe es laut Verdi viele: Ständige technische Probleme, zu viele Zusatzaufgaben, falsche Zusammensetzungen in Großraumbüros bis hin zu Vorgesetzten, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind.

Zudem sei die Digitalisierte Arbeit laut der Studie störungsanfälliger: In Jobs, wo die Digitalisierung schon weit fortgeschritten ist, klagen 62 Prozent der Befragten darüber. Wer nur in geringem Maße oder gar nicht mit digitalen Mitteln arbeitet, wird demnach nur in 38 Prozent der Fälle gestört.

Stress mindern – besseres Arbeitsklima

Diese Störungen führen laut Frank Werneke, stellvertretender Verdi-Vorsitzende, vermehrt zu Stresskrankheiten: "Die Belastungsspirale im Dienstleistungssektor ist ein wesentlicher Grund für die steigende Zahl von Stresskranken."

Pausen und ein angemessenes Arbeitstempo könnten solche Belastungen vermindern.