Videoübertragung im NSU-Prozess gefordert

15. Februar 2016 - 14:26 Uhr

Die Journalisten der Karlsruher Justizpressekonferenz (JPK) haben sich für eine Videoübertragung des NSU-Prozesses in einen Nachbarraum des Gerichts ausgesprochen. Dadurch könnten auch die bislang nicht zur Verhandlung zugelassenen Journalisten - insbesondere aus der Türkei - das Verfahren beobachten, heißt es in einem offenen Brief der JPK.

Die Übertragung in einen Nachbarraum ist nach Auffassung der Justizexperten nicht nur rechtlich zulässig; sie sei in diesem Fall sogar geboten. "Das ist nach unserer Auffassung der - vermutlich - letzte gangbare Weg, insbesondere den bisher nicht zum Zug gekommenen türkischen Medien den Zugang zu diesem historischen Prozess zumindest teilweise doch noch zu ermöglichen", argumentiert die JPK.

In der Vereinigung haben sich Fachjournalisten zusammengeschlossen, die unter anderem über die Verfahren an den Karlsruher Bundesgerichten berichten. Einige von ihnen werden auch den NSU-Prozess verfolgen, der am 17. April beginnt.