18. April 2019 - 10:03 Uhr

Video zeigt, wie sich der Bus mehrmals überschlägt

Bei dem schrecklichen Busunglück auf der Urlaubsinsel Madeira sind 29 Menschen ums Leben gekommen. Es soll sich um deutsche Touristen handeln. Nun wurde ein Video einer Überwachungskamera veröffentlicht, das den furchtbaren Absturz des Touristenbusses zeigt.

Der Bus stürzte in der Gemeinde Caniço in die Tiefe

17.04.2019, Portugal, Canico: Rettungskräfte stehen nach einem schweren Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira an dem Bus. Bei dem Busunglück auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira sind 29 Menschen ums Leben gekommen. Unter den
Der Bus stürzte mehrere Meter in die Tiefe.
© dpa, Rui Silva, rsxxx pat wst

29 Menschen sind bei dem schweren Busunglück auf der Urlaubsinsel Madeira ums Leben gekommen. Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa erklärte am Abend, dass nach seinen Informationen alle Todesopfer aus Deutschland stammen. Auch nach Angaben des Hotels "Quinta Splendida", in dem die Touristen untergebracht waren, handelt es sich um Deutsche aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik. Das Auswärtige Amt rechnet zwar damit, machte am Donnerstagmorgen aber keine näheren Angaben dazu.

Der Reisebus war am Mittwochabend in der Gemeinde Caniço, in der die Urlauber die Osterferien verbrachten, in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und eine Böschung hinunter auf ein Wohnhaus gestürzt.

Auf dem Video ist zu sehen, wie er sich der Bus an dem steilen Abhang mehrmals überschlägt. Fotos zeigten das zerstörte Wrack auf der Seite und teilweise auf einem roten Ziegeldach liegend.

57 Menschen waren an Bord

Die Zeitung "Observador" berichtete von insgesamt 57 Menschen an Bord. Sie waren unterwegs zu einem typisch madeirischen Abendessen in der Hauptstadt Funchal, als gegen 18.30 Uhr das Unglück passierte. Verletzt wurden dabei nach Informationen der Blattes 28 Menschen. Zwei konnten das Krankenhaus demnach bereits wieder verlassen, mehrere andere mussten operiert werden.

Unter den Verletzten seien zwei Portugiesen: der Fahrer und ein Fremdenführer. Bei den Toten soll es sich dem Blatt zufolge um 11 Männer und 18 Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren handeln. Sie wurden in eine eigens eingerichtete Leichenhalle am Flughafen von Funchal gebracht.