Er soll in seiner polnischen Heimat ausgezeichnet werden

Video vom London-Attentat: Koch bekämpfte Angreifer mit Narwal-Stoßzahn

1. Dezember 2019 - 16:47 Uhr

Attentäter erstach zwei Menschen

Zivilisten haben beim Terroranschlag in London am Freitag womöglich Schlimmeres verhindert. Ein Mann hat laut Augenzeugen mit dem Stoßzahn eines Narwals den Attentäter bekämpft, der zuvor mit einem Messer auf mehrere Menschen eingestochen hatte. Zwei Menschen starben. Die Tageszeitung "The Times" berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, bei dem Mann mit dem Narwal-Stoßzahn handle es sich um einen polnischen Koch namens Luckasz, der in der Fishmonger's Hall nahe der London Bridge arbeitet. Sein Heimatland will den Mann nun mit einer Medaille ehren. Unser Video zeigt, wie Luckasz mit dem langen Stoßzahn den Angreifer in Schach hält.

Narwal-Stoßzahn hing in Londoner Fischhändler-Halle

Den Stoßzahn soll der Mann von der Wand der Fishmonger's Hall genommen haben. In der alten Gildehalle der Fischhändler in der City of London hatte der tödliche Messerangriff um kurz vor 14 Uhr (Ortszeit) begonnen. Der Anschlag endete nur wenige Minuten später auf der nahen London Bridge, wo Polizisten den 28 Jahre alten Täter erschossen. Bei der Terrorattacke in London kamen zwei Menschen ums Leben.

Polens Justizminister Zbigniew Ziobro werde Staatspräsident Andrzej Duda vorschlagen, dem Landsmann, der zum Helden wurde, die Medaille für Zivilcourage und Opferbereitschaft zu verleihen, schrieb Ziobros Sprecher auf Twitter. "Gegen den Terrorismus ist jede Waffe erlaubt", kommentierte Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki auf Facebook. "Polen ist stolz auf Sie."

Mehrere Männer überwältigten Messerangreifer in London

Ein Video, das in sozialen Netzwerken kursierte, soll die Auseinandersetzung zeigen. Drei Männer versuchen einen vierten zu Boden zu bringen. Einer davon hat eine Stange in der Hand. Dabei soll es sich um den Stoßzahn gehandelt haben. Ein zweiter sprüht dem Angreifer mit einem Feuerlöscher ins Gesicht. Ein dritter geht mit bloßen Händen auf den Attentäter los.

Später stellte sich heraus, dass der Attentäter Usman Khan bereits 2012 wegen terroristischer Aktivitäten zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden war. Er wurde im Dezember vergangenen Jahres vorzeitig auf Bewährung entlassen.