"Me too"-Skandal bei den Engeln

"Victoria's Secret"-Skandal: Bella Hadid wirft Marketingchef sexuelle Belästigung vor

Bella Hadid hat offen über "Victoria's Secret" ausgepackt.
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07. Februar 2020 - 10:51 Uhr

Bella Hadid beschuldigt Marketingchef Edward Razek

Was ist wirklich bei den etlichen Castings und Fittings bei "Victoria's Secret" vorgefallen? Dass hinter den Kulissen des Modelabels nicht immer alles rosig abläuft, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Nicht ohne Grund war die berühmte, starbesetzte Catwalk-Show Ende 2019 plötzlich abgesagt worden. Jetzt der Skandal: Marketingchef Edward Razek wird vorgeworfen, seine Machtposition schamlos ausgenutzt und die Topmodels sexuell belästigt und gemobbt zu haben. Allen voran schießt jetzt Bella Hadid gegen den Ex-Strippenzieher.

Im Video: "Victoria's Secret" in der Kritik

Unangebrachtes Verhalten

Edward Razek, ehemaliger Marketingchef von "Victoria's Secret"
Edward Razek kann über die Anschuldigungen nur lachen.
© picture alliance, Everett Collection

Der Fall erinnert glatt ein bisschen an den von Hollywood-Mogul Harvey Weinstein, der über Jahre hinweg Schauspielerinnen sexuell missbraucht haben soll - aktuell steht der Produzent vor Gericht, muss sich gegen etliche Klagen verantworten. Droht ein ähnliches Schicksal auch Edward Razek?

Bella Hadid hat jetzt mit der "New York Times" über die Geschehnisse hinter den Kulissen gesprochen und dabei zum Teil heftige Details ausgepackt. Demnach soll sich der ehemalige Marketingchef des Modelabels nicht nur frauenfeindlich verhalten, er soll auch sexuell anmaßende Sprüche vom Leder gelassen haben. So habe er Bella 2018 beispielsweise bei einem Fitting bloßgestellt, indem er ihr vorgeschlagen habe, dass sie ihr Höschen doch einfach weglassen könne. Außerdem soll er sich über ihre "perfekten Brüste" ausgelassen haben.

Weitere Models und Mitarbeiter des Unternehmens sollen dieses und ähnliches Verhalten Razeks auf Anfrage bestätigt haben. So soll es auch immer mal wieder zu ungewollten und unangebrachten Berührungen gekommen sein.

Razek wehrt sich

Zu den Beschuldigungen an sich wollte sich Razek im Gespräch mit der "Times" nicht äußern, lediglich so viel ließ er durchblicken: "Die Behauptungen in dieser Meldung sind kategorisch unwahr, falsch ausgelegt oder aus dem Zusammenhang gerissen. Ich hatte das Glück, mit etlichen erstklassigen Topmodels zusammenzuarbeiten und bin sehr stolz auf den gegenseitigen Respekt, den wir füreinander haben."