Vettel rast zur Pole in Valencia - Schumi nicht in Top 10

13. November 2012 - 15:13 Uhr

Sebastian Vettel hat beim Qualifying zum Großen Preis von Europa wieder die Muskeln spielen lassen. Der Red-Bull-Pilot fuhr bei strahlender Sonne und ca. 25 Grad Lufttemperatur auf dem Valencia Street Circuit mit einer Bestzeit von 1:38,086 Minuten die 33. Pole seiner Karriere ein. Der Doppelweltmeister verwies den WM-Führenden Lewis Hamilton im McLaren (1:38,410) und Williams-Mann Pastor Maldonado (1:38,475) auf die Plätze.

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel holte in Valencia zum dritten Mal in Serie die Pole Position.
© Getty Images, Bongarts

Auf den Plätzen 4 und 5 landeten die beiden Lotus mit Romain Grosjean und Kimi Räikkönen. Sechster wurde Nico Rosberg im Mercedes (1:38,623). Drittbester Deutscher war Nico Hülkenberg im Force India auf Platz 8 (1:38,752) vor Hamiltons Teamkollege Jenson Button (1:38,801).

"Das ist ein super Ergebnis, gerade nach der harten Arbeit in den letzten Wochen. Wir haben sehr viele neue Teile am Auto und da ist es schön, zu sehen, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben", freute sich Doppelweltmeister Vettel, der in Valencia die dritte Pole in Serie einfuhr.

Keinen sonderlich guten Tag erwischte Rosbergs Teamkollege Michael Schumacher, der nach Q2 die Segel strich. Schumi, der nur Startplatz 12 ergatterte, liegt damit im internen Quali-Duell mit Rosberg 3:5 hinten. Viel besser erging es Fernando Alonso und Felipe Massa allerdings auch nicht. Die beiden Ferrari-Piloten wechselten erst ganz spät auf weiche Reifen, schafften den Sprung in Q3 allerdings ebenfalls nicht und bescherten der Scuderia einen bescheidenen Tag – und das unter den Augen von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Während Lokalmatador Alonso von Platz 11 starten wird, landete Massa auf dem 13. Rang.

Red-Bull-Desaster: DRS-Defekt bei Webber

Für Mark Webber endete das Qualifying schon früh in einem Desaster. Vettels Stallgenosse, der schon im 3. Freien Training wegen technischer Schwierigkeiten mit den Bremsen fast nur in der Box war, schied wegen Getriebeproblemen sowie eines DRS-Defekts - der Heckflügel seines Boliden ließ sich nicht öffnen - bereits nach Q1 aus und wird als 19. mit dem Podest vermutlich herzlich wenig zu tun haben. Da wartet vor dem Rennen noch viel Arbeit auf Red Bull. "Wir versuchen morgen noch was rauszuholen. Heute war nicht unser Tag", so der frustrierte Australier.

Timo Glock nahm am Qualifying nicht teil. Der Marussia-Pilot, der im 3. Freien Training 16 Runden absolvierte und Letzter wurde, musste wegen Magenbeschwerden ins Krankenhaus. Es besteht Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung oder einen anderweitigen Infekt. Ob er am Rennen teilnehmen kann, ist noch unklar. Ohne absolvierte Quali würde Glock an der 107%-Regelung scheitern und bräuchte eine Sondergenehmigung der Stewards, um starten zu können.