Vettel muss ab sofort mit Webbers Auspuff fahren

Die Auspuffvariante von Mark Webber scheint besser zum Red-Bull-Boliden zu passen

17. April 2012 - 11:48 Uhr

Sebastian Vettel darf beim nächsten Rennen in Bahrain (Sonntag 14 Uhr bei RTL und hier im Live-Stream) nicht mehr mit seinem alten Auspuffmodell fahren. Sein Team habe sich für eine "einheitliche technische Abstimmung" entschieden, sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko dem Sender Servus TV. "Wir werden auf das Modell von Mark Webber gehen", verriet der Österreicher.

Vettel war beim China-GP zur ursprünglichen Heckvariante zurückgekehrt, sein Teamkollege Webber hingegen bevorzugte eine modifizierte Lösung, die schon an den beiden letzten Testtagen in Barcelona zum Einsatz gekommen war. Vettel hingegen hatte bei der alten Version in Sachen Balance ein "besseres Gefühl". Platz 11 im Qualifying in Shanghai gab dem Doppelweltmeister jedoch nicht Recht. Webbers RB8 hatte mehr Abtrieb - Resultat: Rang 7 in der Quali.

"Unser Auto ist nicht auf dem Stand, auf dem es sein sollte", bekannte Marko. Titelverteidiger Vettel ist vor dem vierten Saisonrennen am Sonntag nur WM-Fünfter. Der 24-Jährige habe "weder das Vertrauen in das Auto noch hat das Auto kalkulierbar reagiert", erklärte Marko. Der Ex-Rennfahrer mahnte jedoch zur Ruhe: "Wir müssen sachlich bleiben. Hektik oder Lautstärke hilft jetzt nichts."

Webber hatte schon am Rennwochenende in China den Braten gerochen und richtig vermutet, dass der Rennstall künftig auf 'seine' Auspuffvariante setzen wird. "Wir haben eine Ahnung davon, wo wir hin müssen, deswegen entwickeln wir das, was auf meinem Auto ist. Seb wollte dem anderen Paket noch eine Chance geben, da er damit einen ziemlich guten Winter hatte", sagte der Australier.

Fest steht, dass die 'Roten Bullen' ihre Dominanz endgültig verloren haben und nun - im Gegensatz zur vergangenen Saison - rund um die Uhr mit der Weiterentwicklung beschäftigt sein werden. "Wir müssen einen Zacken zulegen", brachte es Vettel auf den Punkt.